Bierverkostung mit Pfarrer und Biersommelier Stefan Wissel
Bier, die Gabe Gottes

Stefan Wissel (stehend) lädt ein zu einem Geschmackserlebnis der anderen Art. Er lässt es sich nicht nehmen, den Gästen seiner Bierverkostungen selber einzuschenken. Bild: es
Vermischtes
Erbendorf
10.09.2016
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Endlich mal wieder alle unter einem Dach - zur besonderen Freude von Gisela Kuhbandner (Mitte), die im Kreise ihrer großen Familie in aller dynamischen Gelassenheit ihren 70. Geburtstag feierte. Bild: ld
 
Die Burgkapelle St. Ägidius.
Fichtelberg. (man) Sie macht gerne viele Worte - aber nicht über sich. Sie ist eine leidenschaftliche Reporterin für die Region, will aber selbst nicht im Mittelpunkt stehen. Die Rede ist von Gisela Kuhbandner - unserer fleißigen und umtriebigen (gis) - aus dem Ortsteil Hüttstadl-St. Veit. Ihre gesellige Ader ist in diesen Tagen besonders stark durchblutet. Sie ist nämlich sage und schreibe 70 Jahre alt geworden - was man ihr übrigens nicht einmal auf den zweiten oder dritten Blick ansieht. Zu diesem freudigen Ereignis hat sich die große und inzwischen fast in alle Winde verstreute Familie wieder einmal im schmucken Elternhaus versammelt - so wie es Gisela Kuhbandner am liebsten hat.

Wort und Wetter

Geboren und aufgewachsen ist die Jubilarin, eine geborene Nold, in Brand. Dort hat sie auch die Grundschule besucht und wechselte dann auf die Mittelschule in Kemnath. Es folgte eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin in Nürnberg. 1970 heiratete sie ihren "Landsmann" Karl Kuhbandner, ebenfalls ein Brander. Das Paar schenkte den Kindern Kerstin, Christof, Dominik und Maria das Leben. Und Leben ins Haus bringen auch neun Enkelkinder, drei Mädchen und sechs Buben. Obwohl bevölkerungspolitisch eine Oberfränkin, ist und bleibt Gisela Kuhbandner eine leidenschaftliche Oberpfälzerin, der die Familie über alles geht. Das zweite Hobby ist das geschriebene und gedruckte Wort. Das Geburtstagskind liest gerne und schreibt seit nunmehr 25 Jahren freiberuflich für den Neuen Tag. Ihre ausgefeilte Berichterstattung und ihre ausgezeichneten Fotos begeistern die Leser. Auch der Deutsche Wetterdienst kann sich auf ihre professionelle Einstellung verlassen. Seit 26 Jahren beobachtet und dokumentiert Gisela Kuhbandner im meteorologischen Auftrag ehrenamtlich Regen, Schnee und Sonnenschein.

Was früher zum Teil in echte Arbeit ausgeartet ist, übernimmt heutzutage weitgehend die moderne Technik. Aber auch auf diese muss man immer ein wachsames Auge haben. Nicht nur hier steht ihr hilfreich und naturverbunden Ehemann Karl zur Seite.

Ein "Glaserl" Bio

Gisela Kuhbandner ist in bescheidenen Dimensionen ein Genussmensch. Zu einem Glas trockenen Bio-Rotwein sagt sie selten nein. Und so musste die Familie nicht lange überlegen, womit man ihr eine Freude machen kann. Alle haben zusammengelegt und eine Wein-Reise an den Gardasee spendiert.

Gute Fahrt, Glück, Gesundheit und den Erhalt der kreativen Schaffenskraft wünscht von Herzen die Redaktion des Neuen Tags, die noch lange nicht auf die Dienste ihrer (gis) verzichten will.

Säugling stirbt an Unfallfolgen

Kastl. Dieser ohnehin schlimme Unglücksfall hat einen ganz besonders tragischen Verlauf genommen. Der sechs Monate alte Säugling, der nach dem Verkehrsunfall bei Kastl schwerverletzt mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Regensburg gebracht worden war (wir berichteten), ist am Donnerstagnachmittag seinen erheblichen Verletzungen erlegen. Am Mittwoch gegen 18.50 Uhr wollte eine 33-Jährige aus dem Gemeindebereich Trabitz mit ihrem VW Touran auf der Staatsstraße von Pressath kommend nach links Richtung Unterbruck abbiegen. Weil Gegenverkehr kam, musste die Mutter, deren dreijährige Tochter und der sechs Monate alte Sohn mit ihm Auto saßen, stehenbleiben. Ein nachfolgender Audifahrer aus dem Gemeindebereich Kemnath übersah dieses Manöver und fuhr ungebremst auf. Der Touran wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert und kollidierte mit einem entgegenkommenden Mercedes. Die 33-Jährige und ihre Tochter wurden zur stationären Behandlung ins Klinikum Bayreuth gebracht, die Mutter konnte bereits entlassen werden. Der 31-jährige Audi-Fahrer wurde leicht verletzt. Zur Klärung des Hergangs wurde ein Sachverständiger bestellt.

Kurz notiert

Stationen in der Vergangenheit

Kemnath/Erbendorf. Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, steht unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten". Auch in der Region sind die Menschen eingeladen, sehenswerte Orte kennenzulernen. Das Heimatmuseum in Erbendorf zeigt von 14 bis 17 Uhr 3-D-Bilder und Animationen des Stadtarchivars Jochen Neumann zur Geschichte des Kommunbrauhauses. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier bis 1907 Zoigl gebraut. Im Heimat- und Bergbaumuseum lebt die Geschichte wieder auf. Die Kunstmühle Kaibitz erbaut 1920, wurde bis 1962 mit Wasserkraft betrieben. Besichtigen kann man sie von 14 bis 17 Uhr, Führungen gibt es um 14 und 15.30 Uhr durch Ely Eibisch. Außerdem findet eine Ausstellung zu heimischen Fischen statt. Das Ganze umrahmen die Schlossbläser Kaibitz. Auch in Pullenreuth geht die Reise in eine interessante Vergangenheit. Das ehemalige Glasschleif- und Polierwerk des 18. Jahrhunderts ist teilweise als Ruine erhalten. 1906 wurde der Betrieb aufgegeben, 2011 wieder eröffnet. Das Werk gilt als Anlaufstelle für Besucher der umliegenden Naturparks. Von 14 bis 17 Uhr bietet Claudia Schneider Führungen an. Außerdem kann man das traditionelle Schleifen und Polieren selbst üben. Die Burg Waldeck wird 1124 erstmals urkundlich erwähnt und war bis 1698 Landrichtersitz. Seit Jahren werden Mauerreste freigelegt und restauriert. Die Ruine ist ganztags zugänglich, eine Führung findet um 14 Uhr statt.

Erst steht er am Altar, und mitunter auch am Tresen. Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel bringt den Erbendorfern auf unterhaltsame Weise die Geschichte und die geschmacklichen Facetten der "Gottesgabe Bier" näher.

Stefan Wissel kennt sich nicht nur mit Messwein aus, sondern auch mit Gerstensaft. Der Pfarrer ist nämlich auch Biersommelier. Am Freitag, 30. September, ist der Geistliche um 20 Uhr zu Gast bei der Kolpingfamilie Erbendorf, wo er im Kolpinghaus unter dem Motto "Hopfen und Malz, Gott erhalt's" eine Bierverkostung der etwas anderen Art hält - passend zum 500. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebots. Nach der Abendmesse klärt Wissel zunächst über die lange Geschichte des Bieres von den Anfängen bis in die Gegenwart auf. Die Reise geht "von den Ur-Bieren, die spontan vergoren sind, über den Einsatz von Hopfen, Hefe und Malz, der zu den verschiedensten Geschmacksvariationen führt". Bier sei schließlich nicht nur bayerisches Grundnahrungsmittel, sondern auch ein hochwertiges Kulturgut.

Damit die Veranstaltung ein Genuss für alle Sinne wird, dürfen natürlich Kostproben der besten Sorten aus den europäischen Hochburgen der Braukunst nicht fehlen. Wie auch beim Wein kann man beim Bier feinste Geschmacksnuancen entdecken. Dabei wird deutlich: Bier ist nicht gleich Bier. Denn jede Sorte hat ihren ganz eigenen Charakter und passt zu bestimmten Speisen.

Wissel macht neugierig auf mehr: "Lassen Sie sich entführen in eine neue Welt des Geschmacks, die Bier als kulturelles und hochwertiges Gut feiert und Ihr (Geschmackser-)Leben bereichert." Die Kolpingfamilie Erbendorf freut sich auf rege Teilnahme. Anmeldung sind möglich bis 17. September unter Telefon 09682/182515. Die Kosten betragen 10 Euro pro Teilnehmer.
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