Bio der richtige Weg

Die Fachtagung unter freiem Himmel fand unter anderem auf der Burgruine Weißenstein Steinwaldia-Vorsitzendem Norbert Reger (rechts) statt. Bilder: njn (3)
Vermischtes
Erbendorf
28.10.2016
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Die Öko-Modellregion ist auf einem guten Weg. Davon überzeugten sich die Teilnehmer eines bayernweiten Netzwerktreffens.

Ihr Weg führte zu den Vorzeige-Bio-Betrieben rund um den Steinwald und zu den Sehenswürdigkeiten des Naturparks. Nicht nur mit dem Bus, auch zu Fuß waren die Teilnehmer gefordert. Denn die Burgruine Weißenstein mussten sie selbst erwandern.

Entschädigt wurden die Gäste aber mit einem wunderbaren Ausblick und mit Geschichten aus der Vergangenheit. Der Vorsitzende der Steinwaldia Pullenreuth, Norbert Reger ging auf das dort ansässig gewesene Adelsgeschlecht der Nothafte und auf die Geschichte der Burg ein. Natürlich schnitt er auch den Wiederaufbau der Ruine an, die durch die Steinwaldia bewerkstelligt werde.

Richtiger Weg


Der Wanderung in der freien Natur folgte im Anschluss eine Besichtigung der Friedenfelser Betriebe mit seinen 13 Teilbetrieben. Geschäftsführer Thomas Schultes informierte über die Umstellung einiger Betriebe auf Bio und erörterte die Anfangsschwierigkeiten. "Bio ist aber dennoch der richtige Weg für uns", so Schultes. Natürlich gehörte auch eine Brauereiführung mit Verkostung des Bio- Zoigls. Eingekehrt wurde in der Bio-zertifizierten Schlossschänke, in der es ein Menü mit Bio-Produkten aus dem Steinwald gab. Topinambur-Suppe mit Topinamburchips über Käsespätzle bis hin zum Bio-Burger "Steinwälder Art" stand alles auf der Karte. Mit dabei war auch Friedenfels Bürgermeister Gottfried Härtl, der den Gästen aus ganz Bayern auch über seine Gemeinde berichtete. Der Besuch von Bio-Betrieben stand am zweiten Tag des Netzwerktreffens auf dem Programm. Karolin und Hermann Köstler stellten ihren 25 Hektar großen Bio-Betrieb in Herrmannsreuth den interessierten Gästen vor. Wie Öko- Modellregions-Managerin Elisabeth Waldeck von der Steinwald-Allianz anmerkte, sei der Betrieb Köstler Partner der Aktion "BioErleben."

Fragen klären


Die Frage, warum der Betrieb auf Bio umgestellt wurde, erläuterten Stefan Koschta und Ehefrau Elisabeth Würstl. So erfolgte diese vor einiger Zeit wegen des Bio-Kräuteranbaus. Mittlerweile sei von den Kräutern nur noch der Kümmel übrig geblieben, aus dem auch Schnaps gebrannt wird. Der Betrieb verfügt über einen modernen Stall für 55 Milchkühe mit eigener Nachzucht und war, wie auch die Köstlers, bereits Lieferant für den Steinwald-Burger.

Den Abschluss der Exkursionen bildete eine Steinbruch-Besichtigung mit Johann Richter. Er pflegt den aufgelassenen Steinbruch, ein etwa 20 Hektar großes Areal mit Schafen und Ziegen. "Die Tiere verhindern die Verbuschung", merkte Richter an. Durch diese naturnahe Pflege seien seltene Arten zu finden, wie beispielsweise die Kreuzkröte. Das Lammfleisch wird beim Betrieb Richter direkt ab Hof vermarktet. Die Modellregion-Manager aus dem Steinwald mit Elisbeth Waldeck, Günter Erhardt und Josef Schmidt informierten die Gäste auch über die Erfolgszahlen aus den letzten zwei Jahren der Öko-Modellregion Steinwald.
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