Dr. Markus Frischholz unterliegt im Schach
Viereinhalb Stunden ohne Erfolg am Zug

Vermischtes
Erbendorf
27.06.2016
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(njn) Im spannend erwarteten Endspiel um die Oberpfälzer Pokal-Einzelmeisterschaft unterlag Dr. Markus Frischholz vom Schachclub Erbendorf seinem Kontrahenten Helmut Kreuzer. Gut viereinhalb Stunden dauerte das Drama. Damit verteidigte der Bayernligaspieler Kreuzer aus Kelheim seinen Titel.

Eigentlich ging Frischholz als krasser Außenseiter in das Oberpfalz-Finale des Schachpokals und doch hoffte er auf ein Wunder gegen den Topfavoriten und Titelverteidiger. Zunächst sah es auch gar nicht so schlecht aus, denn Frischholz erarbeitete sich in der Eröffnung leichte Vorteile. Doch in einer kritischen Stellung fand er trotz halbstündigem Nachdenken einfach nicht die richtige Fortsetzung.

Das nutzte Kreuzer, um am Damenflügel einen brandgefährlichen Freibauern zu bilden. In der Folge musste Frischholz alle Kraft darauf verwenden, seine Stellung noch halbwegs zusammenzuhalten. Dabei verteidigte er sich einfallsreich. Nach einigen nicht optimalen Zügen Kreuzers hatte der Erbendorfer tatsächliche eine Remisstellung erreicht.

Doch die vorangegangene zähe Verteidigung hatte viel Kraft und Präzision erfordert, da jeder weitere Fehlgriff den sicheren Partieverlust bedeutet hätte. So blieb Frischholz für die letzten Züge vor der Zeitkontrolle kaum noch Bedenkzeit übrig. In dieser Phase hohen Zeitdrucks unterlief dem Schachspieler dann die entscheidende Ungenauigkeit.

Ein überhasteter Bauernzug führte zu einer Schwächung der eigenen Königsstellung. Das nutzte Kreuzer kaltschnäuzig aus, um eine entscheidende Mattdrohung aufzustellen, so dass sich Frischholz schließlich nach viereinhalb Stunden Spielzeit geschlagen gab. Ein insgesamt vollauf verdienter und letztlich auch ungefährdeter Sieg für Kreuzer, der damit seinen Titel verteidigen konnte.
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