Elternkurs bei der Kolpingfamilie - Sebastian Wurmdobler erklärt Strategien
Respekt und Verständnis wichtig

Sebastian Wurmdobler Bild: njn
Vermischtes
Erbendorf
31.03.2016
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"KESS erziehen - weniger Stress, mehr Freude." Unter diesem Motto fand der Elternkurs für Mütter und Väter mit Kindern von drei bis elf Jahren statt, der von der Kolpingfamilie initiiert wurde. Kursleiter Sebastian Wurmdobler zeigte an fünf Abenden Strategien für ein entspanntes und förderliches Miteinander auf.

Wie Kolpingvorsitzender Martin Schraml hinwies, stehe KESS für kooperativ, ermutigend, sozial und situationsbedingt. Mit Witz und Fachwissen führte der zertifizierte KESS-Kursleiter und Religionspädagoge Sebastian Wurmdobler die Eltern durch die Kursabende. Er stellte fest, dass eine positive Grundhaltung dem Kind gegenüber wichtig sei.

Wurmdobler rief dazu auf, im Familienalltag kleine "Edelsteinmomente" zu setzen. In diesen kleinen Augenblicken lenke man seine ganze Aufmerksamkeit auf das Kind, und lasse es spüren, wie wichtig es ist. Er forderte die Teilnehmer immer wieder dazu auf, die sozialen Grundbedürfnisse des Kindes zu erspüren. Dies heiße aber lange nicht, schlechtes Verhalten zu akzeptieren. Respekt und Verständnis für die kindlichen Motive führe aber in der Regel zu einer angemessenen elterlichen Reaktion. "Im Augenblick des kindlichen Fehlverhaltens ist zunächst entscheidend, nicht aus dem Affekt zu reagieren, sondern wirklich innezuhalten, was oft das Schwerste ist". Erst dann könnten Eltern wieder mit klarem Kopf handeln. Nicht außen vor ließ Wurmdobler die Thematik "Machtspiel". Letztlich sei entscheidend, dem Kind die Grenzen aufzuzeigen.

"Ein Kind braucht Ermutigung wie eine Pflanze das Wasser", zitierte der Referent den Indiviualpsychologen Rudolf Dreikurs, und riet den Eltern, den Kindern durchaus auch die Folgen des eigenen Handelns zuzumuten.

Schließlich ging der Referent auf die Thematik "Selbständigkeit fördern - Kooperation entwickeln" ein. Hier riet Wurmdobler, die Probleme immer auch dort zu lassen, wo sie hingehören. "Eine schöne Möglichkeit, die Kinder im größeren Umfang am Familiengeschehen zu beteiligen, wäre der Familienrat", führte Wurmdobler aus.

Vom KESS- Kurs waren die Teilnehmer sehr begeistert . "Alle sind sich einig, dass es sich hier um einen wirklich von Praktikern entwickelten und gut durchdachten Elternkurs handelt, mit vielen praktischen Tipps, aber auch der notwendigen Grundausrichtung", sagte Kolpingvorsitzender Schraml, der auch selbst als Vater daran teilnahm."Die Kolpingfamilie wird wahrscheinlich im kommenden Jahr aufgrund der außerordentlich guten Resonanz erneut einen KESS-Kurs in Erbendorf anbieten ", sagte Schraml.
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