Evaluierung begonnener Projekte
Steinwald-Allianz als lernende Gemeinschaft

Bauoberrätin Huberta Bock (stehend) moderierte den Workshop der Steinwald-Allianz. Von rechts nach links: Leitender Baudirektor Willi Perzl, Bauoberrat Frank Langguth, Susanne Schiller (Stadt Kemnath), die Bürgermeister Peter König, Werner Nickl, Josef Etterer, und Florian Preisinger (Landratsamt Tirschenreuth). Bild: hdl
Vermischtes
Erbendorf
28.11.2016
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Die 16 Kommunen der Steinwald-Allianz haben 2015 ein neues Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) "Steinwald 2020" erarbeitet und verabschiedet. Im "Evaluierungs-Workshop" wurde nun zurückgeblickt und das Arbeitspaket für das kommende Jahr geschnürt.

Leitender Baudirektor Willi Perzl, Bauoberrätin Huberta Bock und Bauoberrat Frank Langguth vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz moderierten den Workshop mit den Bürgermeistern der Steinwald-Allianz im Aribo-Hotel in Erbendorf. Sie stellten fest, dass der Zweckverband auch bei der Evaluierung der Projekte wieder einen Schritt voraus ist. "Alle von uns geförderten Gemeindeverbünde werden sich künftig einer Evaluierung stellen müssen. Es stärkt die Gemeinschaft, wenn die gesteckten Ziele in regelmäßigen Abständen ins Bewusstsein gerückt werden", so Perzl.

16 Projekte


Geschäftsführer Martin Schmid blickte zunächst auf 16 begonnene Projekte zurück und gab den aktuellen Bearbeitungsstand bekannt. So seien im vergangenen Jahr im Handlungsfeld "Interkommunale Kooperation" 80 Kilometer Radwege überprüft und gewartet worden. Das Maßnahmenpaket im ersten Verfahren für das Ländliche Kernwegenetz wurde geschnürt. Im Bereich "Binnenmarketing" wurde der langjährige Wunsch nach einer gemeinsamen Veröffentlichung mit dem Magazin "Stein&Wald" umgesetzt und drei Tourismus-Tage abgehalten.

Neues Programm


Die Neugestaltung der beiden Internetauftritte der Steinwald-Allianz sowie die Initiierung des Wochenprogramms "BioErleben" sind Beispiele aus dem Handlungsfeld "Touristische Weiterentwicklung".

Die Erfahrungen im Workshop seien wichtig für neue Projekte, die 2017 in Angriff genommen werden. Die Teilnehmer eigneten sich auf über 20 Projekte, die fortgeführt oder neu aufgriffen werden sollen.

Über ein Verfahren der ländlichen Entwicklung soll beispielsweise ein Konzept für ein gemeinsames Öko-Ausgleichsflächenkonto für die Kommunen erarbeitet werden. Das Ziel: Vorhandene Flächen ökologisch aufwerten und weniger auf Flächenankauf setzen. Mit dem Naturpark Steinwald soll ein bereits erarbeitetes Beschilderungskonzept für die Wanderwege umgesetzt werden. Die Palette konkreter Angebote für Urlauber soll erweitert werden. Im Handlungsfeld "Ortsentwicklung, Daseinsvorsorge und Soziales" wird begonnen, das Thema Leerstände in den Kommunen mit den vorhandenen Instrumenten des "Vitalitätscheck 2.0" und der Flächenmanagementdatenbank zu bearbeiten. Hiergilt es, auch von anderen Regionen und Gemeindezusammenschlüssen in Bayern zu lernen und deren Erfahrungen aufzugreifen.

"Die gemeindeübergreifende Arbeit zum Wohle der ganzen Region wird uns nicht ausgehen", resümierte Vorsitzender Hans Donko und dankte dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz für den Workshop und die vielfältige Unterstützung über das ganze Jahr hinweg.
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