Festakt zum 20. Jubiläum der Steinwald-Klinik
"Nicht mehr wegzudenken"

Stellvertretend für alle Mitarbeiter überreichten Regionalleiter Christian Stadler (links) und Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (rechts) an Chefärztin Dr. Irina Kern (Zweite von links) und Pflegedienstleiterin Elfriede Schwarzmeier einen Blumenstrauß. Bild: njn
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Erbendorf
04.03.2016
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Stellvertretend für alle Mitarbeiter überreichten Regionalleiter Christian Stadler (links) und Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (rechts) an Chefärztin Dr. Irina Kern (Zweite von links) und Pflegedienstleiterin Elfriede Schwarzmeier einen Blumenstrauß. Bild: njn

Die Steinwald-Klinik genießt einen hervorragenden Ruf. Nach 20 Jahren mit Höhen und Tiefen hoben die Redner beim Festakt vor allem eine Gruppe besonders hervor.

"Einen großen Anteil am Erfolg tragen die Mitarbeiter." Das betonte Regionalleiter Christian Stadler beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Steinwald-Klinik. Mit Kammermusik von Willibald Wirth und Reinhold Maß an den Violinen sowie Holger Popp am E-Piano begann die Jubiläumsfeier im Mehrzwecksaal des Hauses.

Für den erkrankten Vorstandsvorsitzenden der Kliniken Nordoberpfalz AG, Josef Götz, übernahm Christian Stadler die Begrüßung. er sprach Bürgermeister Hans Donko einen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit aus. "Die Stadt Erbendorf und Hans Donko haben immer ein offenes Ohr für die Belange des Hauses."

Weidens OB Kurt Seggewiß ging in seiner Ansprache in der Geschichte zurück. "Die Steinwald-Klinik war die erste eigenständige Rehabilitationsklinik in Bayern." Eröffnet hatte sie am 10. Januar 1996 die damalige bayerische Gesundheitsministerin Barbara Stamm. "Die Schließung des vorher in diesem Gebäude betriebenen Kreiskrankenhauses sorgte bei den Bürgern für Ängste", erinnerte er sich. "Die Wunden aus dieser Zeit sind vielleicht noch da, doch haben die Bürger mit der heutigen Einrichtung jetzt ihren Frieden gefunden." Es sei dem Mitarbeiterteam zu verdanken, dass die Fachklinik in diesen zwei Jahrzehnten so erfolgreich arbeiten konnte: "Sie sind hochmotiviert." 2006 sei die Steinwald-Klinik in die Kliniken Nordoberpfalz AG mit eingeflossen. "Seither ist eine umfassende Grundversorgung in der nördlichen Oberpfalz sichergestellt."

Hohe Belegungszahlen


"Der gute Ruf und die hohe Akzeptanz der Steinwald-Klinik zeigt sich in der konstant hohen Belegung des Hauses", betonte Seggewiß. Gut 93 Prozent betrage die durchschnittliche Bettenbelegung. "Wir können stolz auf das Haus und die Mitarbeiter sein." Bürgermeister Hans Donko, auch Mitglied des Aufsichtsrates, fasste die letzten Jahre des Kreiskrankenhauses zusammen. "Die Jahre 1991/92 waren eine harte Zeit für die Stadt", erinnerte er sich. Erbendorf sei das erste Kreiskrankenhaus gewesen, das der Freistaat nach dem Krieg finanziert habe.

Mit der Schließung des Krankenhauses sahen viele auch eine Lücke in der Gesundheitsversorgung. Skeptisch blickte der Bürgermeister auf die Gründung der Steinwald-Klinik zurück, bei der der Landkreis in einen Verbund mit dem Deutschen Orden gedrängt wurde. "Das wir heute so gut dastehen, haben wir einzig den Kliniken Nordoberpfalz zu verdanken."

"Auch wenn es dem Haus gut geht, dürfen wir den Blick in die Zukunft nicht vergessen." Es müsse die Einrichtung fit gemacht werden. "Nicht nur personell, sondern auch baulich. Es muss in den Standort Erbendorf investiert werden." Von der ersten Stunde an ist Chefärztin Dr. Irina Kern mit im Boot. Rückblickend stellte sie fest, dass die Arbeit nicht immer leicht war. Dazu zählte sie den Kostendruck der Krankenkassen sowie, in den Anfangsjahren der Klinik, die Akzeptanz des Hauses bei Patienten, Kassen und anderen Kliniken.

"Die geriatrische Rehabilitation ist heute im Versorgungsangebot nicht mehr wegzudenken", sagte Kern. In der Steinwald-Klinik liege das Durchschnittsalter bei 80 Jahren. "20 Prozent der Patienten kommen nach Schlaganfällen und 40 Prozent aus orthopädischen Gründen."
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