Festgottesdienst mit Bischof em. Wilhelm Schraml zu 600 Jahre Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Ort, der Kraft und Vertrauen gibt

Festmesse in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt zelebrierte Bischof em. Wilhelm Schraml (rechts) zusammen mit Pfarrer Martin Besold.
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Erbendorf
26.09.2016
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Zum 600. Jubiläum war die Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt festlich geschmückt worden. Vor den zahlreichen Gläubigen nahmen die Fahnenabordnungen während der Messe Aufstellung im Altarraum. Bilder: njn (2)

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bedeutet Bischof em. Wilhelm Schraml noch immer sehr viel. Hierher kehre er immer wieder gerne zurück, erklärte er im Festgottesdienst zur Kirchweih und zum 600-jährigen Bestehen des Gotteshauses.

"Ehrfurchtgebietend ist dieser Ort, denn hier ist das Haus Gottes", betonte Schraml. Pfarrer Martin Besold erinnerte daran, dass vor genau 600 Jahren die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt an dieser Stelle erwähnt wurde. "Wir schauen heute aber nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auf die Gegenwart."

In der festlich geschmückten Kirche säumten zahlreiche Fahnenabordnungen den Altarraum, als Erbendorfs Ehrenbürger, Bischof em. Wilhelm Schraml, mit Pfarrer Besold und den Ministranten unter Orgelmusik einzog. "Was die Kirche ausmacht, haben wir bereits in den letzten Wochen in den Triduumsgottesdiensten zur Einstimmung auf das Kirchweihfest festgestellt", meinte der Pfarrer. "Es ist das heiligste Sakrament zu feiern, das uns stärkt."

Volksaltar geweiht


"Die Kirche ist erbaut auf Jesus Christus alleine", betonte Schraml in seiner Festpredigt. Die Kirche habe ein festes Fundament, nämlich den Herrn. "Diese Pfarrkirche bedeutet mir persönlich sehr viel." In der Mariä-Himmelfahrts-Kirche habe er nach seiner Bischofsweihe den Volksaltar mit den Reliquien der Diözesanpatrone geweiht. "Diese Reliquien des heiligen Wolfgang, Emmeram und Erhard sind neben dem Altar in dieser Kirche nur noch in einem weiteren Altar", sagte er. Und das sei die Domkirche in Regensburg.

1416 erstmals erwähnt


"Ich habe dein Gebet und Flehen gehört und habe dies Haus geheiligt, dass du gebaut hast, um meinen Namen dort niederzulegen für ewig." Mit diesem Vers aus dem Alten Testament schlug Schraml eine Brücke zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Der Herr sei auch hier in diesem Gotteshaus. "Wir kennen zwar nicht das Jahr, wann die Kirche erstmals erbaut wurde, doch nach der Chronik wurde 1416, vor 600 Jahren, erstmals die Mariä-Himmelfahrts-Kirche genannt." Wie der Bischof weiter ausführte, sei zwischen 1568 und 1832 das Gotteshaus sieben Mal dem Feuer zum Opfer gefallen. "Große Veränderungen haben all die Jahre mit sich gebracht." Dieser Ort sei ehrfurchtgebietend. "Heute haben wir Gott zu danken, dass seit mehr als 600 Jahren der Herr hier wohnt."

Der Herr sei gleichsam der Eckstein und das Fundament der Kirche. "Mit Blick auf die Geschichte dieses Hauses dürfen wir dankbar sein." Trotz Not und Bedrängnis der Vorfahren habe sie Gott nie verlassen. "Er war Stütze für sie", merkte Schraml an. "Muss es uns nicht berühren, dass in der Rückschau das Credo unserer Vorfahren buchstabengetreu das gleiche ist, wie wir es heute bekennen?" Es sei noch heute dieselbe Liebe Jesus Christi zu den Menschen wie in früheren Zeiten. In seiner Predigt ging der Bischof auch auf den Kern des christlichen Glaubens ein. "Das Wesen des Christentums ist eine Person, der Gottmensch Jesus Christus, zu dem wir uns im Glaubensbekenntnis der Kirche bekennen." Er merkte an, dass heute auch in Deutschland Menschen Jesus verlieren und nicht mehr kennen. "Dann bleiben Schatten, die nicht leben, und ein gespenstisches Christentum."

"Wer Christus begegnen will, darf nicht vor der Kirche stehenbleiben", mahnte Schraml. Er müsse eintreten, denn im Gotteshaus sei Jesus Christus in unserer Mitte. "Möge hier in unserer Pfarrkirche immer der Heilige Geist sein, der euch eint, zusammenhält, in Liebe und Friede", rief er den Gläubigen zu. "Möge dies der Ort sein, der eure Kraft stärkt, Vertrauen und Hoffnung für die Zukunft gibt."

Musikalisch gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Stefanie Rüger den Gottesdienst. Im Anschluss zogen alle Vereine und Gläubigen sowie die Mitglieder des Stadtrats mit Besold und Schraml unter Führung des Spielmannszugs der Feuerwehr in einem Festzug zum Kirwa-Zelt in der Bahnhofstraße. Dort lud der Rauchclub zum Weißwurst-Frühschoppen ein.
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