Festmesse für Maria

Altarblatt mit der Krönung Mariens.
Vermischtes
Erbendorf
11.08.2016
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Beeindruckend ist Hochaltar in der katholischen Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt in Erbendorf. Bilder: njn (2)

Am Mariä-Himmelfahrtstag feiert die katholische Pfarrei das Patrozinium ihrer Pfarrkirche mit einer Festmesse. Seit Errichtung der Kirche steht das Gotteshaus unter dem Schutz der Mutter Gottes.

In der Geschichte Erbendorfs wird eine Mariä-Himmelfahrtskirche erstmals im Salbuch des Amts Parkstein von 1416 genannt. Neben der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt wird die St. Veits-Kirche, die Ur-Kirche Erbendorf, die Kapelle "Zu unserer lieben Frau" und die Johanniskapelle genannt.

Der Pfarrsitz wanderte erst im Laufe des 15. Jahrhunderts von St. Veit auf die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Anscheinend hat der Kirchenbau schon früh durch einen Brand gelitten. Denn nach einer noch heute erhaltenen gotischen Inschrift an der Ostseite der Sakristei wurde 1474 der Chorbau begonnen.

Die ursprüngliche Pfarrkirche war wesentlich kleiner. Das Kirchenschiff reichte gerade einmal bis zu den heutigen Seiteneingängen. Der Kirchturm befand sich von Beginn an an der Stelle der heutigen Sakristei an der Nordseite. Nach dem Brand von 1771 erfolgte eine westliche Verlängerung des Kirchenschiffes. Doch bereits nach dem großen Stadtbrand von 1796 musste die Kirche erneut wiederaufgebaut werden.

Der baufällige alte Turm, der nicht nur unter den Feuersbrünsten, sondern auch unter zahlreichen Blitzeinschlägen leiden musste, wurde 1865/66 durch den heutigen Kirchturm ersetzt. Vor 150 Jahren, am 18. Oktober 1866 wurde er vollendet. 1923 erfolgte die Erweiterung des Gotteshauses um eine Orgelempore nach Westen.

Marienbildnisse


Dass die Pfarrkirche der Mutter Gottes geweiht ist, zeigt sich im Innenraum in zahlreichen Darstellungen und sakralen Figuren. Auf dem Bild des Hochaltars, der aus der Franziskanerkirche Kemnath stammt, sieht man Marias Himmelfahrt und Krönung. Das Marienbild am Altarblatt wurde 1851 von Kunstmaler Ulrich Halbreiter in München geschaffen.

Weitere Mariendarstellungen befinden sich als Deckengemälde im Kirchenschiff. Diese schuf in den Jahren 1927 bis 1929 der Münchner Laienbruder Frater Rudolph Schmalzl. Im Zentrum des Bildes steht Maria mit dem Jesuskind, umgeben von den 14 Nothelfern. Verschiedene Menschengruppen am Rand des Freskos versinnbildlichen die Bevölkerung, die sich in allen Lebenslagen an Maria und die Nothelfer wendet. Vor allem der erste Weltkrieg war bei der Schaffung des Werks noch gegenwärtig. So sind zwei Gefallene und zwei Verwundete vor einem brennenden Inferno mit einem Geschützrad dargestellt.

Das Fresko im Chorraum zeigt Christi Geburt mit Maria und Josef. Zwei weitere Fresken Schmalzls sind leider nicht mehr erhalten geblieben. Beide wurden bei den Renovierungsarbeiten in den 1960er/70er Jahren übertüncht. Sie stellten Mariä Verkündigung und Mariä Heimsuchung dar.

Kirchweihfest zu Michaeli


Obwohl das Gotteshaus unter dem Patrozinium Mariä-Himmelfahrt steht, feiern die Erbendorfer ihre Kirchweih am Michaelistag im September. Die Festmesse zum Patrozinium findet am Montag, 15. August um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche statt. Sowohl vor und nach der Vorabendmesse am Sonntag, 14. August sowie vor und nach der Festmesse werden wieder Kräuterbüschel gegen eine Spende verkauft. Der Erlös kommt dem Verein "Asante" zu Gute.
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