Fischadler kehrt heim
Zweites Brutpaar im Hessenreuther Wald

Vermischtes
Erbendorf
26.04.2016
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Die Experten vom Verein für Landschaftspflege und Artenschutz sprechen von einer ornithologischen Sensation im Hessenreuther Wald: Ein zweites Fischadler-Brutpaar hat sich dort angesiedelt und brütet bereits.

Der Hessenreuther Wald beherberge damit rund 25 Prozent des Brutbestands in Bayern, erklärt VLAB-Vorsitzender Johannes Bradtka. Der Fischadler war lange Zeit in Bayern ausgestorben. Die historisch letzte Brut dürfte zwischen 1935 und 1957 gelegen haben, damals ebenfalls in der Region. Im Jahr 1992 kam es im Truppenübungsplatz Grafenwöhr zur ersten gesicherten Ansiedlung des Fischadlers, die lange Zeit geheim gehalten wurde.

Bradtka macht sich auch um die Rückkehrer sorgen: "Leider ist der Druck, Windräder in diesem Waldgebiet zu errichten, sehr groß", bedauert er. Für den Fischadler, aber auch für die in dem Gebiet lebenden Schwarzstörche und Rotmilane, wären diese Planungen fatal. Mit dem Bau von Windrädern sei ein sehr hohes Aussterbe-Risiko verbunden. Die kleine Gründerpopulation habe eine besonders hohe Schutzbedürftigkeit.
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