Gemeinnützige Baugenossenschaft
"Ein wegweisendes Projekt"

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Erbendorf
23.11.2016
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"Wir sind der Baugenossenschaft für ihre Investition im sozialen Wohnungsbau äußerst dankbar", betonte Bürgermeister Hans Donko. Sie beabsichtigt, ein Mietwohnhaus mit 14 Wohneinheiten zu bauen.

Überaus positiv wurde der Bauantrag der Gemeinnützigen Baugenossenschaft von den Stadtratsmitgliedern aufgenommen. Sie beabsichtigt an der Stadtbadstraße 4 und 4 a den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses. Bauamtsleiter Dieter Döppl, zugleich Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, erläuterte in der Stadtratssitzung das Vorhaben.

Aufzug vorhanden


Das Wohngebäude gliedert sich in zwei Abschnitte mit rund 18 mal 12 Meter und 15 mal 11 Meter. Die Gesamthöhe der Gebäude liegt bei knapp über zehn beziehungsweise zwölf Meter. Beide Gebäude, mit jeweils sieben Wohnungen, werden in "U+E+II-Bauweise" errichtet. Im nördlichen Grundstücksbereich entstehen zudem zwölf Carports sowie drei Nebengebäude mit einer Breite von rund 43 Meter bei einer Tiefe von 6 Meter. An der Südseite werden je zwei Stellplätze für die rollstuhlgerechten Untergeschosswohnungen errichtet.

Wie Döppl ausführte, werden sämtliche Wohnungen dem sozialen Wohnungsbau zugeordnet. Diese seien behinderten- und rollstuhlgerecht erreichbar. Unter anderem stehe in jedem Gebäudeteil ein Aufzug zur Verfügung. Am Rande merkte der Bauamtsleiter an, dass es derzeit in der Stadt nur noch 17 Sozialwohnungen gebe. "Deshalb hat sich die Baugenossenschaft entschieden, ein neues Mietobjekt mit 14 Sozialwohnungen zu errichten." Bürgermeister Hans Donko zeigte sich vom Bauvorhaben begeistert. Auch die Lage an der Stadtbadstraße sei ausgezeichnet.

"Sie haben alle ihre Gebäude saniert, keine Leerstände und es wird im Vorstand und Aufsichtsrat alles ehrenamtlich geleistet", freut sich CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger über das große Engagement der Gemeinnützigen Baugenossenschaft. Zum Bau selbst führte er aus, dass vor allem die Aufteilung des Gebäudes in zwei Abschnitte architektonisch sehr gelungen sei. "Ein wegweisendes Projekt."

Ortsbild verbessern


Eine gute Geschichte für Erbendorf, weiß SPD-Stadtrat Bernhard Reis. Sozialwohnungen seien dringend notwendig. "Wir brauchen Wohnungen für alte Leute, Alleinerziehende und Familien. Denn wir möchten unseren attraktiven Ort weiterentwickeln." Anerkennung und Respekt zollten dem Vorstandsvorsitzenden Döppl auch Stadtrat Bernhard Schmidt, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, und CWL-Fraktionsvorsitzende Sonja Heindl. Neben dem gemeindlichen Einvernehmen erteilte das Gremium auch eine Zustimmung wegen einer Überschreitung der Abstandsflächen zur Stadtbadstraße hin um etwas über einen Meter.

In der Sitzung stand noch ein weiterer Bauantrag auf der Tagesordnung: der von Marco Bauriedel, der die Umnutzung und den Umbau eines bestehenden Lagergebäudes in Wildenreuth zu einem Wohngebäude mit vier Wohneinheiten und Büro vorsieht.

Der Bürgermeister führte aus, dass im Erd- und Dachgeschoss je zwei abgeschlossene Wohnungen eingebaut werden sollen. Im Untergeschoss entstehen zwei Garagen sowie Kellerräume. An der Südostseite werden zwei Schleppgauben als Loggiaüberdachung aufgebaut sowie Balkone angebracht. Der bestehende Turmaufbau wird zurückgenommen. Donko dankte dem Bauherrn für die Schaffung neuen Wohnraums. Auch werde das Ortsbild von Wildenreuth durch die Baumaßnahme verbessert. Die Stadtratsmitglieder erteilten das gemeindliche Einvernehmen.

Bebauungsplan Wildenreuth"Wir müssen den Wünschen der Bauherren entgegenkommen und auch den modernen Baustilen gerecht werden." Das stellte Bürgermeister Hans Donko zur Änderung des Bebauungsplans "Wildenreuth - Nordost II" für die noch unbebauten Bauparzellen fest. Der Stadtrat beschloss, dass als Dachformen sowohl Satteldach, Pultdach, Walmdach als auch Flachdach zugelassen werden. Die Dachneigung wird auf 0 bis 28 Grad bei vorstehender Bebauung festgesetzt. Die maximale Wandhöhe wird bergseitig auf 6,50 Meter festgesetzt. (njn)


Flächennutzungsplan"Belange der Stadt Erbendorf werden nicht berührt." Das war der einstimmige Beschluss des Stadtrats zur ersten Änderungen des Flächennutzungsplans und einer Aufstellung des Bebauungsplans Döltsch - "Am Bühl" in der Gemeinde Kirchendemenreuth. Die Stadt Erbendorf wurde als Träger öffentlicher Belange am Verfahren beteiligt. Nach den Planungen soll ein neues Baugebiet mit einer Fläche von 2,6 Hektar, bei gleichzeitiger Rücknahme eines bereits vorhandenen Baugebiets mit einer Fläche von 2,4 Hektar, entstehen. (njn)


Wir brauchen Wohnungen für alte Leute, Alleinerziehende und Familien. Denn wir möchten unseren attraktiven Ort weiterentwickeln.Bernhard Reis, SPD-Stadtrat
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