Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt VLAB-Projekt
Kauz kann kommen

Da sage noch wer, kauzig zu sein wäre negativ: Drei junge Habichtskauze auf einem Baum. Bild: hfz
Vermischtes
Erbendorf
14.09.2016
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Sie machte den Rauhen Kulm zum schönsten Naturdenkmal Deutschlands - jetzt hilft die Heinz-Sielmann-Stiftung dem Habichtskauz bei der Rückkehr nach Nordbayern. Die Stiftung des bekannten Tierfilmers unterstützt den Verein für Landschaftspflege und Artenschutz Bayern (VLAB), der 2017 beginnen will, den Kauz im Steinwald auszuwildern, wo er bis Anfang 20. Jahrhundert schon daheim war.



Die Stiftung steuert dazu Geld bei und nutzt ihr Netzwerk: Per Post bat sie bereits Unterstützer um Spenden. Zusätzlich gibt es eine Internetseite, auf der es neben Infos zum Kauz und den VLAB-Plänen auch die Möglichkeit zum Spenden gibt.Nachdem der Bayerische Naturschutzfonds Unterstützung verweigerte, ist das Projekt dank der Heinz-Sielmann-Stiftung und weiterer Spender gesichert: "Der VLAB freut sich, mit der renommierten Heinz-Sielmann-Stiftung einen Förderer für die Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Nordbayern gewonnen zu haben.

Unser Projekt hat offensichtlich überzeugt", freut sich VLAB-Vorsitzender Johannes Bradtka. "Das Projekt ist deckungsgleich mit den Anliegen der Stiftung: Artenvielfalt zu erhalten, die Öffentlichkeit für den Naturschutz zu sensibilisieren und Kinder und Jugendliche an einen bewussten Umgang mit Natur und Umwelt heranzuführen." Die Wiedereinbürgerung soll laut Projektskizze 2017 im Naturpark starten. Bisher gibt es in Bayern nur im Nationalpark Bayerischer Wald einige Tiere.

Das war schon anders: Der letzte Habichtskauz Mitteleuropas wurde mutmaßlich um 1926 bei Susice im Böhmerwald geschossen.

Die Rückkehr soll nun nicht nur die Artenvielfalt erhöhen. Der VLAB möchte Kinder beteiligen und so die Natur als erhaltenswertes Gut näherbringen. Ein ähnliches Projekt in Österreich habe den Tourismus positiv beeinflusst. Das Vorhaben ist auf zehn Jahre angelegt, für die ersten fünf kalkuliert der VLAB mit 650.000 Euro Kosten.



InfoveranstaltungAm Freitag, 18. November, lädt der VLAB ab 19 Uhr zur Infoveranstaltung zur Wiedereinbürgerung in die Schlossschänke Friedenfels. Es werden Ziele, Maßnahmen, Ablauf und Kooperationspartner vorgestellt sowie Fragen beantwortet.

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