„Hoffnung“
Nacht der offenen Kirchen

Eine besondere Stimmung: Stadtpfarrer Martin Besold segnete das Pfingstfeuer vor der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt. Bild: njn
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Erbendorf
17.05.2016
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"Der Heilige Geist ermutigt uns zu Hoffnung und Geduld." Das sagte Pfarrer Martin Besold im feierlichen Abendgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt zum Pfingstfest und zum Auftakt zur "Nacht der offenen Kirchen".

Doch die Hoffnung auf schönes Wetter beim anschließenden Festbetrieb war vergeblich. Das Gesellige an diesem Abend wurde kurzerhand ins Faustinus-Stüberl im Loretto-Heim verlegt.

Hunderte von brennenden Kerzen tauchten am Samstagabend die Pfarrkirche und Lorettokapelle in ein anderes Licht und gaben eine besondere Atmosphäre. In den Mittelpunkt seiner Predigt rückte Pfarrer Besold die Frage, ob die Welt noch zu retten sei. "Denken wir an die fortschreitende Zerstörung der Schöpfung durch den Menschen und kirchlicherseits an den Einbruch des christlichen Lebens in den Pfarreien Deutschlands und weiten Teilen Europas.

"Die Bibel sagt, die Welt ist schon gerettet, durch Jesus Christus", führte der Pfarrer weiter aus. "Der, der diese Hoffnung in uns stark macht, ist der Heilige Geist, den wir heute als den Gott feiern, der uns hoffen lässt, auch wenn es gerade nach dem Gegenteil ausschaut. So wie die Dinge in der Natur scheinbar aus dem Nichts wachsen und werden, so ist der Heilige Geist am Werk", stellte Pfarrer Besold fest. "Pfingsten liegt vor", merkte er weiter an. Denn Pfingsten sei ein Zukunftsfest. "In der Verkündung Jesu heißt es, das Reich Gottes kommt, seine Vollendung steht aber noch aus. Der Heilige Geist ermutigt uns zur Hoffnung und zur Geduld", so Besold. Das Wirken des Heiligen Geistes werde auch in der Welt sichtbar. Als Beispiel nannte er, wenn sich Menschen mit Leidenschaft für den Frieden und die Gerechtigkeit in der Welt einsetzen, da ist der Heilige Geist. "Wenn wir in seinem Geist handeln, wirken wir ein wenig mit, dass sich Gott Bahn bricht und die rettende Macht Gottes mehr und mehr ankommt in der Welt."

Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zum Festbetrieb ein, der aufgrund der etwas kalten und windigen Witterung ins Faustinus-Stüberl verlegt wurde. Dennoch zeigten sich die Verantwortlichen über den Besuch begeistert.

Während bei der "weltlichen" Feier bestens für Speis und Trank gesorgt war, luden Kerzenschein und leise Musik in der Kirche zur Besinnung ein als "geistliche Nahrung." Viele Gläubige nahmen sich dafür Zeit, sich zu besinnen, zu beten und zu meditieren. Der Orgelbauverein informierte bei Führungen über die Königin der Instrumente. Auch Turmführungen bis zum Glockenstuhl wurden angeboten.

Zur "Nacht der offenen Kirchen" gehörte bei Einbruch der Nacht das Entzünden des Pfingstfeuers vor der Kirche, das Pfarrer Besold auch segnete. Eine kurze Andacht mit Taizégebeten beendete den Abend. Einen Dank sprach Besold dem Kirchenchor für die musikalische Untermalung des Gottesdienstes sowie dem Pfarrgemeinderat für die Organisation des Festes aus.
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