Imkern auf Probe mit dem Bienenzuchtverein
Sich einmal um ein Volk kümmern

Der Imkerverein lädt am Donnerstag, 18. Februar Interessierte zu einem Informationsabend zum Probe-Imkern ein. Bild: njn
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Erbendorf
01.02.2016
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"Die Anzahl der Bienenvölker geht tendenziell immer weiter zurück." Darauf weist der Vorsitzende des Imkervereins, Klaus Schmidt, hin. Die Ursachen seien vielfältig. Gründe sah er in schlechter werdenden Umweltfaktoren, Bienenschädlingen und fehlendem Nachwuchs bei den Züchtern. Dem will der Imkerverein entgegenwirken und lädt Interessierte zum Probeimkern ein.

Sich verschlechternde Umweltfaktoren, gepaart mit den sich durch die Globalisierung weltweit ausbreitenden Bienenkrankheiten und -schädlingen machten es der Honigbiene sehr schwer, sich schnell genug an die geänderten Bedingungen anzupassen, stellte Vorsitzender Schmidt fest.

Rund 80 Prozent der heimischen Wild- und Nutzpflanzen seien auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen. "Durch die Bestäubung der Wildpflanzen sichert die Honigbiene vielen Lebensgemeinschaften ihre Nahrungsgrundlage." Ohne diese würde nicht zuletzt auch die natürliche Artenvielfalt zurückgehen. "In der Landwirtschaft ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier hinter Rind und Schwein."

Für zwei Milliarden Euro


"Aus volkswirtschaftlicher Sicht beläuft sich der Wert der Bestäubungsleistung der Honigbiene in Deutschland auf zwei Milliarden Euro jährlich", betonte der Redner. Jeder Imker leiste hier einen wichtigen Beitrag.

Der Bienenzüchterverein lädt deshalb zu einem kostenlosen Informationsabend zum "Imkern auf Probe" ein. "Jeder, der sich angesprochen fühlt, ist hierzu herzlich willkommen", sagte der Vorsitzende. Er und Ehrenvorsitzender Hans Dötterl informieren dabei über alle Voraussetzungen, die ein Imker braucht.

"Es wird ein Abriss über alle anfallenden Tätigkeiten im Bienenvolk, ein Überblick über alle benötigten Gerätschaften und gegebenenfalls entstehenden Kosten und sonstige wichtige Informationen über die Imkerei vermittelt", kündigte Schmidt an. Gleichzeitig wird über den im Frühjahr beginnenden Kurs "Imkern auf Probe" informiert. Wie Schmidt erklärte, erhalten die "Probe-Imker" ihr eigenes Bienenvolk in Form eines Ablegers. "An diesem Bienenvolk können sie über eine Saison hinweg, unter theoretischer und praktischer Anleitung durch einen Imkerpaten alle Arbeiten am Bienenvolk selbst erledigen." Die Imkerei sei eine Freizeitbeschäftigung, die mit allen Sinnen erlebbar ist, weiß der Vorsitzende.

Der Info-Abend findet am Donnerstag, 18. Februar, um 19:30 Uhr im Bienenstüberl in Sassenhof 6 statt. Anmeldungen und Informationen beim Vorsitzenden Klaus Schmidt unter Telefon 09682/2682.
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