Karl Valentin in Röthenbach
Musikantenfasching in der Rechersimer-Stube

Elfriede Dostlers gab das "Hühneraugenlied" in der Rechersimer-Stube zum Besten. Bilder: ang (2)
Vermischtes
Erbendorf
04.02.2016
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Ausgelassene Stimmung beim Musikantenfasching am Donnerstag in der Rechersimer-Stube in Röthenbach: Neben zahlreichen musikalischen Beiträgen stellte sich auch die Frage, was wohl die beste Bettlektüre ist.

Röthenbach. Es kamen zwar nicht alle kostümiert, aber was beim Faschingstreffen der Sänger und Musikanten in der vollbesetzten Rechersimer-Zoiglstube abging, braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die Stücke des Neunkirchner Akkordeon-Trios Nicole, Traudl und Manfred Reithmayer sowie Siegmund Vollath aus Bingarten mit seiner Steirischen versetzten die Besucher rasch in Hochstimmung.

Organisatorin Edeltraud Frank, die mit ihrer Gesangspartnerin Christa Böhm auch mit Sketchen für Lacher sorgte, freute es besonders, dass so viele junge Leute unter den Zuhörern waren. "Playboy oder Sonntagsbladl - was trägt wohl zur besseren Stimulation im Bett von Oma und Opa bei?", war eine der interessanten Fragen in den gespielten Witzen. Das Waldsassener Gesangsduo Marianne Helm und Hans Kowatsch hatte dazu weniger eine Antwort, dafür aber mehr deftige Einfälle und interessante Empfehlungen für den Alltag.

Volksmusik und Unterhaltung


Hans Riedl aus Kondrau verkörperte den braven und ergebenen Soldaten Schwejk, der hintergründig seinem "Leidnand" jeden Wunsch erfüllt, selbst wenn es um die Beschaffung eines kleinen "Hunderls" geht. Dazwischen gab es jede Menge Musikstücke und Couplets, Witze und Gesangseinlagen, wie Elfriede Dostlers "Hühneraugenlied" oder Edeltraud Franks schnippisches Beleuchten der Rechersimer-Musikantenszene. Bei "Pudlnackad ohne Hemd" stimmten die Zuhörer in den Refrain ein.

Die Einlagen der beiden Mundharmonika-Virtuosen Theo Helgert aus Weiherhammer und dem Erbendorfer Gerhard Fröhlich ließen die Lachmuskeln der Leute wieder entspannen. Auch Gesangssolist Sepp Kämpf aus Stadt Eschenbach kam mit seiner unnachahmlichen Art gut beim Publikum an.

Als dann noch Karl Valentin und Liesl Karlstadt höchstpersönlich auf der Sketchbühne auftauchten, schwappte die Stimmung buchstäblich über. Kein Wunder, dass auch die Wirtsleute Käß mit ihrem Zoiglteam nur mit fröhlichen Minen gesichtet wurden. "Beste Werbung, dass bodenständige Volksmusik gepaart mit einfallsreicher Unterhaltung in der Provinz besten Nährboden hat", resümierten die Organisatoren, die Mitwirkenden und die begeisterte Zuhörerschaft einvernehmlich, als sich wie gewohnt erst zu später Stunde das vergnügliche Treiben auflöste.
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