Lange Wanderung

Jugendpfarrer Thomas Helm aus Regensburg bezog beim Jugendgottesdienst in Erbendorf in seine Predigt auch die Kinder mit ein. Bilder: njn (2)
Vermischtes
Erbendorf
19.09.2016
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Die Jugendlichen umrahmten mit rhythmischen Liedern den Gottesdienst.

Petrus hatte am Samstagabend kein Einsehen. Denn eigentlich hätte der dritte Triduums-Gottesdienst als Jugendgottesdienst im Freien in der Alten Propstei abgehalten werden sollen.

Doch aufgrund des schlechten Wetters fand die Messe mit dem Jugendpfarrer der Diözese Regensburg, Thomas Helm, in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt statt. Vor 600 Jahre wurde dieses Gotteshaus erstmals urkundlich erwähnt. Die katholische Pfarrei hatte aus diesem Anlass zu einem "Triduum zur Kirchweih" mit verschiedenen Themen eingeladen.

Am Samstag nun fand der dritte und letzte Gottesdienst in dieser Reihe statt unter dem Wort "Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit". Nach dem großen Einzug in das Gotteshaus freute sich Pfarrer Martin Besold, dass Jugendpfarrer Thomas Helm in die katholische Pfarrei gekommen sei, um diesen Jugendgottesdienst zu feiern.

Start in das "Mini"-Jahr


Wie Besold ausführte, sei dieser Gottesdienst vor allem für die Jugendlichen und Ministranten der Start in das neue Gruppenstundenjahr. Einige Jugendliche übernahmen mit Gitarre, Saxofon, Geige und Flöte die musikalische Umrahmung mit modernen rhythmischen Liedern. "Leben bedeutet, in Bewegung zu bleiben", stellte Helm fest. Es verändere sich ständig etwas. Im Glauben seien die Menschen auf dem Weg zu Gott.

In seiner Predigt lud der Jugendpfarrer die Gottesdienstbesucher zu einer Wanderung ein, die schon 2000 Jahre anhalte. Die Menschen seien in der Pilgerschaft der Kirche gemeinsam unterwegs. Helm brachte einen Wanderrucksack mit zahlreichen Utensilien mit. So eine Trinkflasche, die er herausholte. "Trinken ist auf einer Wanderung wichtig, denn es löscht den Durst", so Helm. Man könne sie an Quellen auch wieder auffüllen. "Auch die Kirche hat ihre Quellen mit der Bibel und der Tradition."

Eine gut gefüllte Brotzeitbox aus dem Rucksack als Stärkung für den Wanderer stellte der Jugendpfarrer gleich mit der geistigen Stärkung aus dem Leib Christi. Nicht fehlen durfte auch ein Seil, um sich in den Bergen absichern zu können. "Für Wetterumschwünge ist es wichtig, auch eine Regenjacke im Gepäck zu haben." Auch in der Kirche ändere sich die Großwetterlage schnell. "Man fühlt sich dann gleichsam im Regen stehen gelassen."

Eine weitere sinnvolle Ausrüstung sei auch das Fernglas. "Man kann die Umgebung und den vorausliegenden Weg erkunden", so Helm. "Mein Wunsch wäre es, so ein Fernglas auch in der Kirche zu haben", stellte der Jugendpfarrer fest. Denn er stellte in den Raum, wie es mit der Kirche weitergehen werde. "Heute muss man sich bei den Leuten schon rechtfertigen, sich in der wandernden Kirche zu engagieren." Doch er sei überzeugt, dass die Kirche Zukunft habe, vielleicht mit weniger Gläubigen. "Es wird nicht leichter werden, aber es geht dem Ziel entgegen."

An die Jugendlichen appellierte er, sich nicht entmutigen zu lassen. "Gestaltet die Kirche mit, als Ministranten oder Gruppenleiter, erfüllt sie mit Leben", so Helm. "Denn wer glaubt, ist nicht allein."

Messe Mit Bischof


Groß gefeiert wird die Kirchweih am kommenden Sonntag, 25. September. Bereits um 9 Uhr findet eine Festmesse mit Bischof em. Wilhelm Schraml in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt statt. Anschließend führt ein Kirchenzug zum Kirchweihzelt am Festplatz, wo auf die Gottesdienstbesucher ein Weißwurstfrühschoppen wartet.Foto
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