Obergrenze 150
Habichtskauz darf einreisen

Bild: dpa
Vermischtes
Erbendorf
22.01.2016
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Der Habichtskauz hat die nächste Hürde auf seinem Weg zurück überflogen: Am Dienstag erhielt der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) das O.k. der Höheren Naturschutzbehörde: Ab 2017 darf er 150 junge Habichtskäuze im östlichen Steinwald auswildern. "Wir freuen uns riesig. Unser Konzept hat offensichtlich überzeugt", kommentierte der VLAB-Vorsitzender Johannes Bradtka. Er hofft, dass sich die Tiere ausbreiten und im Oberpfälzer- und Hessenreuther Wald, im Steinwald und im Fichtelgebirge Heimat finden. Bereits vor rund 100 Jahren lebte der beinahe Uhu-große Vogel dort. Der VLAB möchte nun Jäger, Grundbesitzer, Naturparks und andere Vereine einbeziehen. Dass es Widerstand gibt, glaubt Bradtka nicht. Der Vogel ernährt sich von Mäusen, Wild oder Fisch stehen nicht auf dem Speiseplan. Dazu kommt das fotogenes Äußere, das das Tier zum Sympathieträger macht. Bei einem ähnlichen Projekt in Österreich habe es nach der Auswilderung in dem Gebiet sogar mehr Touristen gegeben. "Vielleicht lassen sich dank des Habichtskauzes mehr naturorientierte Touristen zu einem Urlaub in unseren wunderschönen Landschaften gewinnen", erklärte Bradtka im Gespräch mit dem "Neuen Tag".

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