Planung für neues Fahrzeug der Feuerwehr Siegritz bei der Generalversammlung
Favorit mit 7,2 Tonnen

Für langjährige Dienstzeit wurden Florian Frank (Dritter von links), Dominik Frank (Vierter von rechts) und Stefan Schmidt (Zweiter von rechts) geehrt. Mit auf dem Bild sind (von links) Zweiter Bürgermeister Johannes Reger, Kreisbrandmeister Herbert Thurm, Kommandant Bernhard Schmidt, Zweiter Kommandant Wolfgang Schmidt und vorsitzender Thomas Schlosser. Bild: njn
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Erbendorf
09.03.2016
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Im 21. Jahrhundert sind die Siegritzer noch eine "Anhänger-Wehr", die bei Übungen und Einsätzen ihren Anhänger mit einer Zugmaschine zu den Einsätzen bringen. Damit soll es nach der Feuerwehrführung bald vorbei sein.

Siegritz. Bei der Generalversammlung im Schützenhaus stellte erster Kommandant Bernhard Schmidt den derzeitigen Planungsstand zur Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs vor. Wenn es nach Feuerwehrvorsitzenden Thomas Schlosser geht, wäre es ihm am liebsten, wenn die Motorisierung der Wehr zum 120-jährigen Gründungsfest im kommenden Jahr abgeschlossen wäre und gemeinsam mit einer Fahrzeugweihe gefeiert werden könnte.


Derzeit sei die Wehr mit ihrem Anhänger auf Zugmaschinen angewiesen. Bereits vor wenigen Jahren wäre es möglich gewesen, ein gebrauchtes Löschfahrzeug anzuschaffen. "Auch ein Fahrzeug der Feuerwehrschule Lappersdorf zu übernehmen war vonseiten der Stadt nicht möglich." Wie Schmidt ausführte, sei dieses Fahrzeug mit seinen zwölf Tonnen Gesamtgewicht aus Sicht der Stadt nicht zweckmäßig gewesen. "Es wurde aber zugesichert, dass die Motorisierung kommt", sagte der Kommandant. Die Feuerwehr stecke bereits fest in den Planungen."Eine eigene Zugmaschine oder ein Unimog scheidet unserer Meinung nach aus, da sowohl das Personal als auch das Material nur eingeschränkt transportiert werden kann", erklärt Schmidt. Zudem gebe es für solche Anschaffung keine Förderungen. Ein Mehrzweckfahrzeug falle wegen der fehlenden Geländegängigkeit ebenfalls weg.
"Unser Favorit ist jetzt ein TSF Logistik", gab Schmidt bekannt. Mit diesem 7,2 Tonner könne viel Material transportiert werden und mit dem normalen Dreier Führerschein gefahren werden. "Damit bestehen für uns viele Möglichkeiten der Spezialisierung." Zu den Anschaffungskosten nannte er eine Spannweite von 90 000 bis 160 000 Euro. Eine Förderung sei mit 40 000 Euro zu erwarten. "Unser Anliegen muss aber die Stadt entscheiden", merkte der Kommandant an. Wie er weiter ausführte, wäre die Erbendorfer Wehr dafür. "Der TSF Logistik kann bei Spezialeinsätzen ebenso Verwendung finden wie bei der Stützpunktfeuerwehr", meinte Kreisbrandmeister Herbert Thurm.


Auch für zweiten Bürgermeister Johannes Reger sei die "Anhängerzeit" vorbei. "Es ist ein Fahrzeug, das der Wehr angepasst ist und von jedem gefahren werden kann. Ich möchte der Entscheidung des Stadtrats nicht vorgreifen, aber ich denke, dass Fahrzeug wird 2017 kommen." "Die Anschaffung dieses TSF ist richtig", betonte der ehemalige erste Kommandant Wolfgang Frank. Er plädierte dafür, den Anhänger aber zu behalten. "Im Feuerwehrhaus ist dafür genügend Platz", stellte er fest. Geeignet ist der Anhänger für unwegsames Gelände. Wegen der Nutzung der Fahrzeuge durch andere Wehren sagte Frank: "Wir Ortsfeuerwehren sind eine Feuerwehr, wir alle ziehen an einem Strang."
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