Sing Out: Premiere von "Atemnot - Singing Workout"
Sekt, Schnaps und Rock 'n' Roll

Ihre Pause in der Sauna haben sie sich verdient. "Sing Out" entspannt bei der Konzertpremiere in der Erbendorfer Stadthalle. Bilder: pzaf (3)
Vermischtes
Erbendorf
14.03.2016
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Sie leiden unter akuter Atemnot: die sechs Männer von "Sing Out" sollen unter Drill-Sergeant Markus Schuller (rechts) und ständiger Betreuung durch Arzt Johannes Grünbauer (links) mehr Sport treiben und damit Kondition aufbauen.

Die Luft ist raus. Sollte man meinen. Denn bei der Premiere des neuen "Sing Out"-Konzertprogramms "Atemnot - Singing Workout" tritt die A-cappella-Gruppe erstmals mit einem Arzt und einem Drill-Sergeant in der Erbendorfer Stadthalle auf, die mit 504 Zuschauern voll besetzt ist.

Das abwechslungsreiche zweistündige Programm bewies wieder einmal die Ausdauer und die großen musikalischen Fähigkeiten von "Sing Out". Nach dem fetzigen Einstieg mit "Born to be wild" geht den Sängern spielerisch die Luft aus - außer dem Beat-Boxer Markus Schuller. Die Diagnose des Arztes (Johannes Grünbauer) fällt nicht gut aus. Deshalb hat er einen Drill-Sergeant (Markus Schuller) engagiert, der die Sänger wieder fit machen soll.

Schon nach dem Medley aus den teilweise umgetexteten Liedern "In the army now", "All about that Bass", "I'm still standing" und "Es lebe der Sport" stellt Schuller fest, dass die Protagonisten nicht offensiv genug singen würden. Nachdem er bei "Africa", sein Können als Solosänger beweist, folgt die erste Trainingseinheit. Gregor Schraml soll Kniebeugen machen; der hat allerdings Rudi Kreuzer engagiert, für ihn den Sport zu machen. Musikalisch ist Schraml jedoch bei den folgenden Liedern "Grenade" und "Boys of Summer" gefordert und meistert diese Aufgabe souverän. In einem "Ring of Fire", sprich einem Schwimmreifen, wird Uli Roth zum Plantschen verdonnert. Dabei tut er sich beim Singen wesentlich leichter.

Nur beten hilft


Gar nicht unsportlich gibt "Sing Out" mit engelsgleichen Stimmen das Lied "Engel" zum Besten. Dabei zeigen sich Gregor Schraml, Johannes Grünbauer und Rudi Kreuzer virtuos. Nach "Greyhound" und "Living on a Prayer" stellt die Männergruppe fest: "Nur noch beten hilft". Ein passenderes Lied als "Atemlos" von Helene Fischer zum Programmtitel "Atemnot" gibt es wohl kaum. Auch das Publikum lässt sich zum Klatschen mitreißen und geht nach einem gelungenen ersten Programmteil mit "Sing Out" in die Pause.

In der zweiten Hälfte stellt Drill-Sergeant Markus Schuller fest, dass Uli Roth ziemliche Ähnlichkeiten mit einem Boxsack hat. Nach "Eye of the Tiger" soll Armin Steinhauser sein schlagkräftiges Können gegen Roth beweisen. Während des Kampfes singen die restlichen Männer im Hintergrund das epische "Chariots of Fire". Steinhauser ist besiegt und zur Belohnung lädt Aufgussmeister Johannes Grünbauer nach seinem Solo beim Lied "I'm yours" alle in die Sauna ein. Nachdem Rudi Kreuzer eher unfreiwillig die Rolle einer Frau übernimmt, wird er von Steinhauser in "Du entschuldige, ich kenn di" als dessen Jugendliebe wiedererkannt. Bei einem "Aufguss für die harten Jungs" folgt ein weiteres Liebeslied "Weilst a Herz hast wie a Bergwerk", das Gregor Schraml sehr gefühlvoll an Rudi Kreuzer richtet. Nach dem Saunieren wird geduscht - auch bei den sechs Männern, die es sich natürlich nicht nehmen lassen, dazu zu singen. "Waikiki", der bekannte Song aus dem Film "(T)Raumschiff Surprise", kommt bei den Zuschauern gut an. Bei den sechs Musikern soll nun auch gesunde Ernährung für den sportlichen Erfolg sorgen. Koch Johannes Grünbauer hat ein paar gute Rezepte. Mit "It's a beautiful Huhn", einer umgetexteten Version von Sashas "It's a beautiful Day", empfiehlt "Sing Out" Geflügel.

Prüfung bestanden


Ruhige Töne erklingen mit "Fix you", bei dem Gregor Schraml den Part des Lead-Sängers übernimmt. Mit einer gehörigen Portion Sekt, Schnaps und Rock 'n' Roll geht es in der Stadthalle mit "Sweet Child of mine" und Rudi Kreuzer als Axl Rose von Guns 'n' Roses noch einmal heiß her.

Am Ende erhalten die Sänger vom Drill-Sergeant ein Abzeichen. Mit "Auf uns" feiert die Gruppe einen sowohl musikalischen als auch sportlichen Erfolg. Erst nach zwei Zugaben, bei denen sich die Gruppe teilweise noch ein bisschen unschlüssig ist ("Wos sing ma denn etz überhaupt"), entlassen die 504 Konzertbesucher die sechs Sänger.
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Tobias R aus Weiden in der Oberpfalz | 18.03.2016 | 19:33  
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