Steinwald bewirbt sich in Berlin
Bürgermeister bringt Steinwald-Allianz für Bundespreis ins Rennen

Kleine Gemeinden ganz groß auf dem Zukunftsforum: Die Steinwald-Allianz mit Vorsitzendem Hans Donko (rechts) gilt als Musterbeispiel in Sachen kommunale Zusammenarbeit und Regionalentwicklung.
Vermischtes
Erbendorf
29.01.2016
34
0

Erbendorf/Berlin. Parallel zur gerade stattfindenden Grünen Woche in Berlin läuft auch das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "REGIOkommune 2016", einem Wettbewerb für Städte und Gemeinden, stellte Erbendorfs Bürgermeister Hans Donko als Vorsitzender der Steinwald-Allianz den kommunalen Zweckverband vor.

"Was machen Kommunen zur Stärkung der Regionalität?" - so heißt es in der Wettbewerbs-Beschreibung um den Bundespreis. Bei der Steinwald-Allianz ist das eine Frage, die schon seit ihrer Gründung diskutiert und bearbeitet wird. Dass der Zweckverband bereits jetzt als Beispiel für andere dient, zeigte sich in der Einladung an Donko, als Redner bei einer Begleitveranstaltung des Zukunftsforums in Berlin aufzutreten.

Zweckverband als Vorbild


Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, ist Schirmherr des Wettbewerbs. Er eröffnete die Veranstaltung mit über 1000 Teilnehmern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden. In seinem Grußwort hob er die ländlichen Regionen als Natur- und Erholungsräume hervor, bezeichnete sie als Kulturlandschaften und wichtige Wirtschaftsstandorte. Künftige Probleme wie der demografische Wandel oder der Bevölkerungsrückgang auf dem Land müssten aber bereits jetzt von den staatlichen Akteuren in Angriff genommen werden. Kommunale Verbünde können dabei einiges einfacher machen.

Da die Steinwald-Allianz schon einige gelungene Projekte vorweisen kann, gab Hans Donko einen Einblick in die Tätigkeitsfelder und Projekte des Zweckverbandes. Er stellte die schwierige Situation mit geringer Arbeitsplatzdichte, Bevölkerungsrückgang sowie hohen Leerständen genauso dar wie die Erfolge, die durch die gemeinschaftliche Arbeit bereits erzielt werden konnten. "Um die Lebensqualität zu steigern und die regionalen Wertschöpfungsketten zu stärken, müssen wir als Kommunen anpacken und neue Ideen entwickeln", verdeutlicht Donko.

Auch die Steinwald-Allianz bewirbt sich um den Bundespreis "REGIOkommune 2016", der innovative Ansätze zur Steigerung der Erzeugung, Verarbeitung und des Absatzes von regionalen Produkten und Dienstleistungen auszeichnet. Dem Bundesverband der Regionalbewegung geht es vor allem darum, den Nutzen und Mehrwert regionaler Vernetzungen sichtbar zu machen. Der Gewinner wird mit einem Preisgeld soll honoriert werden.

Das Projekt "Öko-Modellregion" der Steinwald-Allianz, aus dem das kürzlich ausgezeichnete Bio-Mohnöl hervorgegangen ist, trifft dabei nach Ansicht der Allianz genau den Kern des Wettbewerbes.

Entscheidung im Oktober


Eines ihrer Hauptaufgaben ist die Entwicklung neuer, regionaler Produkte und die Stärkung der Bio-Landwirte vor Ort durch die Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten. Innerhalb von zwei Jahren konnte so die Zahl der Bio-Betriebe im Steinwald bereits um ein Viertel gesteigert werden. Ob die Steinwald-Allianz mit ihren Ideen überzeugen kann, entscheidet sich im Oktober.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.