Überall Imker
Oberpfälzer Bienenzüchter in Erbendorf

Bezirksvorsitzender Richard Schecklmann brach beim Oberpfälzer Imkertag in Erbendorf eine Lanze für naturbelassenen Honig. Bild: njn
Vermischtes
Erbendorf
23.03.2016
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Rund um die Bienen drehte sich alles in der Stadthalle. Der örtliche Imkerverein feierte 150-jähriges Bestehen und war zu diesem freudigen Anlass Gastgeber des Oberpfälzer Imkertages. "Die Imkerei ist nicht nur etwas für Männer, sondern auch für Frauen", bekräftigte der Bezirksvorsitzende der Oberpfälzer Imker, Richard Schecklmann.

Volle Stadthalle


Bis auf den letzten Platz war der große Saal der Stadthalle gefüllt. Neben Imkern aus der ganzen Oberpfalz und dem angrenzenden Oberfranken kamen auch zahlreich die Vertreter der örtlichen Vereine, um mit dem Jubelverein zu feiern. Bezirksvorsitzender Schecklmann dankte den Erbendorfer Imkern für die Ausrichtung des Großereignisses.

"Die Bienensaison ist gestartet", betonte der Bezirksvorsitzende. Es gebe für Imker auch in diesem Jahr wieder viele Herausforderungen. "Denn Imker sind immer neugierig." Er stellte fest, dass jedes Jahr reichlich aus der Natur geerntet werden könne. Schecklmann war der Ansicht, dass die Bienen aber gleichmäßiger verteilt werden müssten. "Es gehört in jeden Ort mindestens ein Imker", forderte er. Im Bezirksverband Oberpfalz gebe es rund 20 000 Bienenvölker. "1990 waren es noch doppelt so viel", so der Bezirksvorsitzende. Um neue Imker zu gewinnen, fördere der Verband Jungeinsteiger. "Imkern auf Probe öffne eine solche Gelegenheit", stellte er weiter fest. Zahlreiche Imkervereine, unter anderem der Imkerverein Erbendorf, bieten dieses Angebot an. Zudem werde die Nachwuchsarbeit auch staatlich gefördert. Dass die Imkerei nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen interessant sei, führte der Bezirksvorsitzende auf die Tatsache zurück, dass der Frauenanteil in den vergangenen sieben Jahren erheblich zugenommen habe.

Kritik an der EU


In seiner Rede sprach der Bezirksvorsitzende noch Themen an, die den Oberpfälzer Imkern auf den Nägeln brennen. "Zum einen ist es die Sorge vor dem Befall von Völkern durch die Varroa-Milbe." Eine konsequente Pflege der Bienen sei unumgänglich. Für die Bekämpfung forderte Schecklmann Mittel, die im Honig keine Rückstände hinterlassen. Eine Absage erteilte er der EU-Richtlinie, nach der Honig mit Sirup gestreckt werden könne. "Das ist keine Hilfe für uns", so der Bezirksvorsitzende. "Unser Honig soll naturbelassen sein und bleiben", forderte er unter Beifall. Von gesetzgebender Seite mahnte er den Schutz vor Mitteln, die von außen auf die Bienen einwirken. Dazu zählte er Pflanzenschutzmittel ebenso wie gentechnische Veränderungen.
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