Vortrag über Herzinfarkt
„Das Rauchen aufhören“

Dr. Gudrun Graf (rechts) referierte bei der BRK-Monatsversammlung zum Thema "Herz in Gefahr!" Bild: njn
Vermischtes
Erbendorf
14.09.2016
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"Herz in Gefahr!" So lautete das Thema der Monatsversammlung der BRK-Bereitschaft. "Schuld an einschlägigen Erkrankungen ist zu 80 bis 90 Prozent der heutige Lebensstil", betonte die Notärztin Dr. Gudrun Graf. "Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute."

BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner freute sich über reges Interesse an diesem Vortrag im Rot-Kreuz-Haus, Dr. Gudrun Graf, Internistin, Notärztin und Rotkreuz-Ärztin in Neustadt/WN hatte viele wichtige Informationen mitgebracht.

Ihren Einstieg fand die Medizinerin gleich mit einem interessanten Termin für die Mitglieder. Wie sie ausführte, findet am Sonntag, 23. Oktober, in der Kreisstadt der "Herztag" statt. Neben Infos und Vorträgen können die Besucher unter anderem einmal ein Herz in Übergröße begehen. "Gut 2,3 Millionen Frauen und 3,2 Millionen Männer haben koronare Herzkrankheiten", stellte Dr. Graf fest. Von den 300 000 Herzinfarkten in Deutschland enden 170 000 - mehr als die Hälfte - tödlich. "Deshalb ist es wichtig, ab dem 35. Lebensjahr jährlich zur Vorsorge zu gehen. Eine Faustregel besagt, dass das Herz so groß wie die eigene Faust ist." Die Ärztin ging auf die Funktionsweise des Organs ebenso ein, wie auf die koronaren Herzkrankheiten. Diese entstehen durch Ablagerungen in den Wänden der Herzkranzgefäße. Beschwerden treten hier erst auf, wenn ein Gefäß zu zwei Dritteln verschlossen ist. "Typische Anzeichen, besonders bei Frauen, sind unter anderem Atemnot", so Dr. Graf. Aber auch auch Schmerzen in der Brust, die ausstrahlen, Engegefühl, Brennen oder auch Übelkeit und Angst sowie Schwächegefühle lassen auf einen Herzinfarkt schließen. "Wenn der Fall eintritt, zählt jede Minute", so die Ärztin. "Den Notruf 112 wählen und nicht selbst ins Krankenhaus fahren."

Abschließend ging die Internistin auf die Risikofaktoren ein. "Beeinflussbare Faktoren sind Rauchen, zu wenig Bewegung, Übergewicht, Stress und hoher Blutdruck." Dagegen seien nicht beeinflussbare Risikofaktoren das Alter, die genetische Veranlagung oder das Geschlecht.

"Wir müssen zurück zu einem gesunden Lebensstil", forderte die engagierte Medizinerin. Sie plädierte für einen regelmäßigen Ausdauersport mindestens fünf Mal in der Woche, jeweils gut 30 Minuten lang. Bei der Ernährung sei eine mediterrane Kost vorzuziehen. Auch gehöre die Normalisierung des Gewichts und ein guter Umgang mit Stress dazu. "Und vor allem das Rauchen aufhören", riet Dr. Graf.
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