Waldhausfest
Bio-Burger der Burner

Ökomodell-Manager Günther Erhardt stand persönlich selbst am Grill, um die Wild-Burger ordentlich durchzubraten. Bild: njn
Vermischtes
Erbendorf
05.10.2016
78
0

"Bio erleben." Mit einem Infostand und Zutaten aus der einschlägigen Küche präsentierte sich die Ökomodellregion Steinwald beim Waldhausfest. Ein Renner war Steinwald-Burger. Aber auch die "tolle Knolle Topinambur" stand im Mittelpunkt.

/Pfaben. Die Ökomodellregion informierte über die Erfolge in den zwei Jahren ihres Bestehens. So erhöhte sich die Zahl der Bio-Betriebe von 36 auf 49. Auch konnten die Bio-Flächen auf dem Gebiet der Steinwald-Allianz von 935 Hektar vor zwei Jahren auf heute 1395 Hektar gesteigert werden.

Aus erster Hand informierte Ökomodell-Managerin Elisabeth Waldeck. Ein Thema handelte vom Mohnanbau im Steinwald, der von zwei Bio-Landwirten betrieben wird. "Interessierte Abnehmer für deutschen Bio-Mohn wie Bäckereien, Ölmühlen oder Müsli-Verarbeiter, gibt es reichlich", wusste Waldeck.

Elisabeth Waldeck stellte auch eine alte Kulturpflanze vor, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit geriet und jetzt durch die Öko-Modellregion eine gewisse Renaissance erfährt: Topinambur. "Sie ist technisch einfach anzubauen, kann mehrjährig geerntet werden und ist vielfältig einsetzbar", so Waldeck. In der Küche kann die Knolle zum Beispiel in Salaten, Suppen, Kuchen und Brot verwendet werden." Wie sie weiter ausführte, wurde bereits versucht Pralinen, Schnaps, Likör und Saft aus der Pflanze herzustellen. Durch das enthaltene Insulin, ist das Ganze auch für Diabetiker geeignet. Das Kraut kann zur Energiegewinnung oder als Futtermittel eingesetzt werden. Natürlich konnten die Besucher auch gleich einmal probieren.

Waldecks Kollege, Ökomodell-Manager Günther Erhardt hat bereits mit Topinambur Versuche angestellt, Schnaps zu brennen. "Denn Topinambur bringt einen hohen Ertrag an Alkohol", so Erhardt. Doch er liebäugelt mit einem weiteren Produkt aus der Ökomodell-Region, bei dem er Geburtshelfer war: der Steinwald-Burger.

Erstmals beim Waldhausfest im vergangenen Jahr angeboten, entwickelt sich der Steinwald-Burger zu einem Renner. Bei der Messe BioFach wurde das Produkt einem breiten Publikum vorgestellt. Seit Juli kann er auch in vielen Geschäften erworben werden. "Es ist das erste Regionalprodukt der Öko-Modellregion Steinwald", stellte Erhardt fest. "Bei diesem Fastfood braucht der Verbraucher kein schlechtes Gewissen zu haben." Es gibt den Burger in der Rind-, Wild- oder Lamm-Variante.
Weitere Beiträge zu den Themen: Steinwald-Allianz (38)Bio-Burger (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.