Zappen, zappen, zappen

Pfarrer Martin Besold machte es sich im Fernsehsessel ganz bequem.
Vermischtes
Erbendorf
14.05.2016
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Der Saal des Kolpinghauses konnte die Zuschauer beim "Bunten Abend" der katholischen Jugend kaum fassen. "Ein heiterer Fernsehabend im Leben des Martin B." lautete das vielsagende Motto des Events.

Die Jugendlichen und ihre Gruppenleiter gaben ihr Bestes, um in die verschiedensten Rollen zu schlüpfen. Die Hauptperson war Pfarrer Martin Besold. Der Geistliche war beim Bunten Abend Ehrengast und durfte auf einem besonderen Platz das Abendprogramm genießen, nämlich in einem großen bequemen Fernsehsessel mit einer noch größeren Fernbedienung. Er wahrlich perfektes Ambiente. So spannte die katholische Jugend ihren Pfarrer als Moderator mit ins Drehbuch ein. Vom Publikum gut gesehen, konnte Besold dann zwischen den Programmen hin und her zappen und entsprechend ging der Vorhang mit dem gewünschten Fernsehprogramm auf. Was wünscht sich der ganz normale Fernsehkonsument denn mehr?

Vom Musikantenstadl auf dem Ersten bis zu Astro-TV schlüpften die Jugendlichen in die entsprechenden Darstellerrollen. Natürlich nahmen sie Erbendorfer Personen und Begebenheiten mit hinein. Auch waren Videoclips zu sehen. So der "Tatort-Krimi", in dem in der Mariä-Himmelfahrtskirche Kelche abhanden kommen und die Kriminalpolizei zur Aufklärung in die Sakristei kommt. Oder auch das "Promi-Dinner", das filmisch in Szene gesetzt wurde. Die Jugendlichen machten sich dabei viel Mühe und Arbeit. Und was weit wichtiger ist: Das Publikum fand die Clips einfach toll.

Klick auf Kinderkanal


Selbst Wicki mit seinen Nordmännern im Wikingerschiff zeigte sich auf der Bühne, als Pfarrer Besold auf den Kinderkanal umschaltete. Auch Tanzeinlagen und Gesang gehörten in vielen der gezeigten Sendern zum Programm. Doch ungestört konnte Pfarrer Besold den heiteren Fernsehabend dann doch nicht genießen. Denn beim Umschalten wurde er regelmäßig gestört. Entweder von seiner Putzfrau, die ihn bat, doch die Schuhe auszuziehen oder von der Dame des Pizza-Services, die eine vegetarische Pizza brachte, obwohl Schinken-Käse die Lieblings-Pizza des Pfarrers ist. Etwas länger dauerte der Besuch des Elektroinstallateurs, denn dann war es das auch mit Fernsehen. Wenigstens für 20 Minuten. Das nutzte das Publikum gleich für eine Pause. Wie im richtigen Leben eben.

Frenetischer Applaus


Die Jugendlichen legten sich von der ersten bis zur letzten Minute ins Zeug. Die Lachmuskeln des Publikums im vollbesetzten Saal waren den ganzen Abend über angespannt. Gedankt wurde es den pfiffigen Akteuren mit viel Applaus. Auch Pfarrer Martin Besold war vollkommen begeistert vom Einfallsreichtum der ambitionierten Regisseure und Schauspieler.
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