Zweiter Vortrag beim Agrarforum der Raiffeisenbank Kemnath - Wachstumsgrenzen
Knappe Ressourcen

Norbert Bleisteiner. Bild: mez
Vermischtes
Erbendorf
25.02.2016
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Über die Grenzen des Wachstums bei Grund und Boden sprach Norbert Bleisteiner, der Leiter der Landmaschinenschule in Triesdorf beim Agrarforum der Raiffeisenbank (wir berichteten).

Betrug im Jahre 1950 die Weltbevölkerung noch 2,5 Milliarden Menschen, stieg der Wert bis heute auf 7,35 Milliarden Einwohner an. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen werden weniger. Die Verknappung der Energie- und Agrarressourcen befeuern die Bodennachfrage, zeigte Bleisteiner auf. Die Produkt- und Betriebsmittelschwankungen, sei es durch Einflüsse aus Wirtschaft, Politik oder Rechtsprechung, nehmen zu und wirken sich auf die Betriebs aus.

Hinzu kommen klimatische Effekte sowie weitere Rahmenbedingungen, durch die das Risiko jedes Landwirts viel größer ist als vor fünfzig Jahren. Hier ging der Redner auf die Pacht in Osteuropa (Ukraine) ein.

Auch die Lebensmittelverschwendung nimmt zu. Hier sind mit knapp zwei Dritteln oder 6,7 Millionen Tonnen jährlich die privaten Haushalte der Spitzenreiter in Deutschland. Weiter ging der Referent auf den Flächenverbrauch in Deutschland für Baumaßnahmen ein, bei dem alleine vom Jahr 2008 bis 2011 rund 120 000 Hektar umgewidmet wurden. Hierauf könnte man den Jahresbedarf an Brot für mehr als 13 Millionen Menschen produzieren.

LiquiditätshilfeprogrammSich rechtzeitig an seine Hausbank wenden, wenn sich verschiedene Einflussfaktoren am Markt auf die Liquidität eines landwirtschaftlichen Betriebs auswirken. Diesen Tipp gab der Landwirtschaftsberater Christoph Heinl beim mittlerweile fünften Agrarforum der Raiffeisenbank in Erbendorf seinen Zuhörern (wir berichteten).

Die zweite Runde für das Liquiditätshilfeprogramm startete hierzu diese Woche. Ab sofort können Zuschüsse beantragt werden. Von den insgesamt 69,2 Millionen Euro, die die Europäische Kommission Deutschland zur Verfügung gestellt hatte, bleibt eine Summe von rund 13 Millionen Euro für die zweite Antragsphase abrufbar.

Diese dauert vom 22. Februar bis Mitte März 2016. Dabei bleiben die Voraussetzungen, unter denen landwirtschaftliche Betriebe finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen können, unverändert.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat alle 7830 Anträge der ersten Antragsphase weitgehend bearbeitet und zahlt die bewilligten Beihilfen laufend aus, so der Landwirtschaftsberater der Bank. Regional kamen die meisten Anträge aus Bayern (2499), Niedersachsen (1894) und Nordrhein-Westfalen (1203). (mez)
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