Bildungszentrum stellt neues Angebot vor
Neue Wege in der Pflege

Schulleiterin Hannelore Doleschal (Kopfende, Zweite von links) stellte die neue Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe vor. Mit auf dem Bild (von rechts) Bürgermeister Hans Donko und Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger. Bild: njn
Wirtschaft
Erbendorf
30.04.2016
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Neu unterm Dach des Erbendorfer Berufsbildungszentrums ist ab September die Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe. Bei einem Infoabend stellte Schulleiterin Hannelore Doleschal das Konzept und Ausbildungsinhalte vor.

"Für die Zukunft müssen wir neue Wege gehen", stellte Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger fest. Weg von der reinen Altenpflege sollen diese Wege zusätzlich zur Heilerziehungspflege führen. Nach Schulleiterin Hannelore Doleschal befasse sich das Berufsfeld mit der Begleitung, Pflege und Bildung von Menschen mit physischen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Dies könne in einem ambulanten oder stationären Umfeld geschehen.

Heilerzieher können in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung arbeiten, in Pflegeheimen für psychisch und suchtkranke Menschen als auch in Werkstätten für behinderte Menschen, im Familienunterstützenden Diensten, in der Frühförderung, in integrativen und heilpädagogischen Kindergärten oder als Integrationshelfer. "Deshalb ist eine Grundvoraussetzung der Arbeit des Heilerziehungspflegers die Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern sowie interdisziplinär mit anderen Fachkräften und Diensten", so Doleschal. Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger dauerte zwei Jahre, die zum -helfer ein Jahr. Die Schulleiterin wies darauf hin, dass bereits Anmeldungen angenommen werden.

"Die Nähe zu unseren Kooperationspartnern ist uns wichtig, wenn in wenigen Monaten die Ausbildung startet", so Doleschal. So waren beim Informationsabend Vertreter des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth, der Behinderteneinrichtung St. Benedikt in Mitterteich sowie der Regens-Wagner-Stiftung aus Michelfeld dabei, um sich kennenzulernen und sich auszutauschen. Die Vertreter der Einrichtungen zeigten großes Interesse an dem Angebot, Bedarf für Fachkräfte ist vorhanden. Vor allem die Kombination von Altenpflege und Heilerziehungspflege sei ein guter Ansatz. So können Altenpflegerabsolventen ins zweite Jahr der Heilerziehungspflege einsteigen oder auch Heilerziehungspfleger nach zwei Jahren in das dritte Ausbildungsjahr zum Altenpfleger umsteigen.

Gerlinde Sollacher-Kraus, Heiko Bachmeier und Richard Murr von der Arbeitsagentur waren von der Gründung der Fachschule begeistert. "Mit guten Kooperationen sind wir erfolgreich." Mit diesen Worten fasste Bürgermeister Hans Donko den Abend zusammen. "Das Berufsbildungszentrum wird für gute Ausbildung sorgen." Denn die Kooperationspartner werden die Fachschule begleiten. Zur Neugründung der Fachschule sagte Donko, "die Region braucht dieses Schulangebot".
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