Geheimsache Faschingszug
Festwagen der "Liedertafel" beim Faschingsumzug bleibt geheim

Einen "geheimnisvollen" Festwagen beim Eschenbacher Faschingszug kündigte Karl Ott, Vorsitzender der "Liedertafel" an. Bild: gpa

Zeit für Gedankenaustausch ist dem Vorsitzendem Karl Ott von der Liedertafel wichtig. Deswegen fasste er sich kurz bei der "Frohsinn"-Generalversammlung. Und ein Geheimniskrämer ist er auch ein bisschen. Bezüglich der Faschingsplanungen.

Eigentlich hatte er Recht, Karl Ott, Vorsitzender der "Liedertafel", als er die guten Wünsche für die Mitglieder der Gesellschaft "Frohsinn" für das neue Jahr und seinen Verzicht auf einen Tätigkeitsbericht über das Vereinsjahr 2015 koppelte. Begründung: Die ganze Versammlung endet etwas früher und bietet mehr Zeit zur Unterhaltung.

Lediglich auf zwei Großereignisse aus dem abgelaufenen Jahr ging Vorstand Ott etwas näher ein. "Das Konzert am 4. Juli mit dem Titel ,Sommernachtstraum' im Pausenhof der Markus-Gottwalt-Schule, von der Liedertafel und der Stadtkapelle durchgeführt, war ein Highlight mit zahlreichen zufriedenen Zuhörern." Als weiteren Höhepunkt bezeichnete Karl Ott das "Herbstfest der Musik" im Oktober bei den Sangesfreunden des "Liederkranzes Weiherhammer", an dem die "Liedertafel" erfolgreich teilgenommen hat.

Der einzige Hinweis des Vorstands auf die Aktivitäten der "Liedertafel" in diesem Jahr galt dem Fasching. "Wir beteiligen uns am 6. Februar mit einem Festwagen am Faschingszug 2016. Das Motto ist noch geheim. Lasst euch überraschen." Abschließend bedankte sich Karl Ott bei der Gesellschaft "Frohsinn" für die stets gute und kooperative Zusammenarbeit. Wie immer, hatte die "Liedertafel" schon im Verlauf der Versammlung einen Überblick über ihr Können gegeben. "Heut ist heut" sowie "Ein Mädchen und ein Gläschen Wein", Auszüge aus dem Repertoire des Männerchors unter der Leitung von Riita Michelson ernteten viel Beifall.

Nach dem Dank von Vorsitzendem Karl Ott an die Gesellschaft "Frohsinn" für die gute Zusammenarbeit, gab es Lob von Eschenbachs drittem Bürgermeister für die Unterstützung von Veranstaltungen der Stadt durch die "Liedertafel". Mit Wünschen für eine weitere gute Entwicklung der "Liedertafel" überreichte er die Spende der Stadt und informierte über die vor kurzem gegründete Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" (kurz GeHiH), die inzwischen schon mehr als 100 Mitglieder hat.

HintergrundGeschichte der "Liedertafel"

Zwei Jahre nach der Wiedergründung der Gesellschaft "Frohsinn" durch die Militärregierung begann bei der Generalversammlung im "Weißen Roß" am 6. Januar 1949 die Geschichte der "Liedertafel". Franz Praun, damals Schriftführer beim Frohsinn, dokumentiert: "Aus Anregungen in der anschließenen Aussprache kam die Gründung einer Sängergruppe zur Sprache. Mitglied Franz Streit wird die organisatorische Arbeit übernehmen, Fred Schuhmann als Dirigent fungieren. Ebenso soll eine Theatergruppe ins Leben gerufen werden, die nötigen Vorarbeiten wird Karl Reiß in Angriff nehmen."

Von der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft "Frohsinn" vom 18. Januar 1949 berichtet der neue Schriftführer Hans Schwindl, "das bei der letzten Generalversammlung gesteckte Ziel, eine Liedertafel zu gründen und ein Theater aufzuführen, wurde erreicht. Die gegründete Liedertafel hat gute Fortschritte erzielt und das gezeigte Theaterstück war ein voller Erfolg."

Schon seit 66 Jahren ist die "Liedertafel" fester Bestandteil im Vereinsleben der Stadt, begeistert mit ihren Auftritten alle Zuhörer. Dem Wunsch von Eschenbachs dritten Bürgermeister Klaus Lehl, dass "einige jüngere Sänger zur Liedertafel stoßen" kann sich jede,r der es gut mit der Liedertafel meint, anschließen, damit sie nicht das gleiche Schicksal erleidet, wie Kirchenthumbachs Kirchenchor, der sich an Silvester aus Mangel an Sängern verabschiedet hat. (gpa)
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