Jahresversammlung der Heinersreuther Jagdgenossen
Schutz für Rehe

Jagdpächter Rudi Gräbner (links) und Jagdvorstand Gerhard Weiß informierten die Jagdpächter bei der Versammlung. Bild: hfz

Die Jagdgenossen Heinersreuth beklagen bei ihrer Jahresversammlung den Tod von 14 Rehen. Blaue Reflektoren an Bäumen zeigten keine Wirkung. Nun sollen andere Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Heinersreuth. Traditionsgemäß trafen sich die Heinersreuther Jagdgenossen zur Jahresversammlung in der Gaststätte Mauth in Oberlenkenreuth. Der Jagdvorstand Gerhard Weiß verwies in seinem Bericht auf das forstliche Gutachten für 2016 bis 2019, das zur Situation der Wald-Verjüngung neu erstellt wurde. Der Verbiss hat bei begutachtenden Laubbaumarten erneut zugenommen.

Dagegen hielt er sich beim Nadelholz in Grenzen. Als Folge davon wird die Rehwild-Abschussplanung für die Jagdjahre 2016 bis 2018 erhöht. Der Bestand an Rehen und Hasen hat sich stabilisiert beziehungsweise sogar erhöht. Trotzdem gab es im Revier viele Wildunfälle. Die Schäden durch Wildschweine hielten sich in Grenzen, da die Jäger sehr aktiv sind.

Beim letztjährig beschlossenen Wegebau wurde ein Teilstück in Lenkenreuth saniert. Die Marktgemeinde bezuschusste die Maßnahme der Jagdgenossenschaft. Da zwischen den ehemaligen Heinersreuther Gemeindeteilen gewechselt wird, ist in diesem Jahr Heinersberg an der Reihe. Deshalb schlug die Vorstandschaft zur Verwendung des Jagdschillings teilweise einen Einbehalt vor, um weiterhin Wegesanierungsmaßnahmen finanzieren zu können.

Jagdpächter Rudi Gräbner beklagte 14 Stück Rehe als Fallwild. Die an den Bäumen angebrachten blauen Reflektoren zeigten nicht die erwünschte Wirkung. Mit dem Landratsamt sei abgesprochen, das Wildwechselschilder aufgestellt werden sollen. Zugleich sollen zusätzliche Äsungsflächen ausgewiesen werden, die die Rehe zum Verbleib animieren, beziehungsweise das Überqueren der Straßen verhindern sollen. Gräbner kritisierte die Erhöhung des Abschussplanes, aber man habe versäumt, Widerspruch einzulegen. Er bat um Absprache bei Aussaat oder Mäh- und Erntearbeiten, um die Verluste an Rehkitzen gering zu halten. Bei den Maisfeldern habe sich das Anlegen von Schuss-Schneisen als nützlich erwiesen.

Vorstand Gerhard Weiß stellte am Ende der Versammlung die Verwendung des Jagdschillings zur schriftlichen Abstimmung. Mit großer Stimmen- und Flächenmehrheit wurde der Vorschlag zur Fortsetzung des Wegebaus angenommen.
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