Aufführung der Tournee-Oper Mannheim
Lernen mit Musik

Die Mitmach-Oper begeisterte die Eschenbacher Grundschüler, die dabei auch noch etwas lernten. Bild: rn

Mit dem Besuch der Tournee-Oper Mannheim war bei der Markus-Gottwalt-Schule "kulturelle Bildung einmal anders" angesagt. Ein Teil der Turnhalle wurde dafür zur Opernbühne umgestaltet. Zum Ziel einer altersgerechten Opernaufführung, erklärte Bariton-Sänger Karsten Münster: "Kinder haben einen unbeschwerten Zugang zu Musik, gerade auch zur ernsten Musik. Diese Unbefangenheit möchten wir nutzen und fördern."

Bereits im Vorfeld wurde der Schule didaktisch aufbereitetes Material für verschiedene Unterrichtsfächer und eine CD mit dem Titellied zur Verfügung gestellt. Die Opernaufführung konnte damit vorbereitet werden. Die Kinder wurden nicht nur auf ein schönes Opernerlebnis vorbereitet, sie freuten sich über nachhaltige Lerneffekte. Das Konzept ging auf. Die Sänger führten die Kinder eindrucksvoll und nachhaltig an klassische Musik heran.

Bevor der Vorhang aufging, nutzten Sopranistin Judith Devise und Bariton Karsten Münster die Zeit für Regieanweisungen an zwei Schülergruppen. Sie waren bereits dem Bühnenbild angepasst kostümiert und hatten im zweiten Teil der Opernszenen mit bestimmten Verhaltensweisen Szenen mitzugestalten. Dazu zeigten sie sich in erkennbar freudiger Erwartung, als Mitschüler, Lehrkräfte und Elternbeirat die Zuschauerplätze einnahmen.

Mit Trommelwirbel begann eine spannende und bewegende Reise durch die Opern-Landschaft. Ein Sprecher kündigte bekannte Lieder -"ihr dürft mitsingen" - zu "Bellas fabelhafter Reise" an. Judith trippelte durch die Bühnendekoration, sang von Todesschmerzen, versteckte sich immer wieder hinter den großen Blüten. Ihre ballettartigen Bewegungen und ihre ausdrucksstarke helle Stimme bewirkten bei den Schülern strahlende Augen und offene Münder.

Bei der Figur Bella handelt es sich um eine sehr glückliche Opern-Fee aus der Opernwelt. Am liebsten singt sie mit den Instrumenten um die Wette. Aber manchmal, da gibt es Streit unter den Instrumenten. Die Zuhörer erfuhren von einem Streit, der eskalierte. Ein Gewirr akustischer Misstöne war Beweis dafür. Es wurde ruhig in der Opernwelt und Bella war sehr unglücklich. Als sie das erkannte, machte sie sich auf den Weg und versuchte, die Instrumente wieder zurückzuholen. Mit kindlichen Reaktionen begleiteten die Schüler Wortspiele wie "verflixt und zaubergeflötet" oder Pizza-Platz statt Piazza-Platz und verfolgten die Wort- und Arien-Beiträge der beiden Akteure. Unter Einbeziehung der kostümierten Schülergruppen begann eine aufregende und klangvolle Erlebnisreise mit wunderschönem Operngesang, der nach und nach die zerstrittenen Instrumente mit neuem Leben erfüllte. Ein besonderes Erlebnis für die Schüler war es, als Lehrerin Karin Kumpf ein weißes Gewand bekam und den Fliegenden Holländer heiratete.
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