Neuer Glanz für Ackerbürgerhaus

Im Lagerraum wurde das Dach isoliert. Um konstante Temperaturen sicher zu stellen, war ein Anschluss an die Gebäudeheizung vorzunehmen.
 
Das Ziegelgewölbe im ehemaligen Viehstall hatte sich zum Teil gesenkt und drohte einzustürzen. Eine Fachfirma hob es an, festigte es und sicherte seinen Bestand. Bilder: rn (2)

Mit vielen Neuerungen wird sich das Taubnschusterhaus im nächsten Jahr seinen Besuchern präsentieren. Ein bisschen Arbeit liegt allerdings noch vor den Verantwortlichen.

Mehr Lagerraum für Sammlungen, zwei mit einem Durchgang verbundene Räume für Dauerausstellungen, ein großer Raum für wechselnde Ausstellungen, eine größere Toilettenanlage, sichere Rettungswege und eine freie Bühnenanlage - bald erstrahlt das Taubnschusterhaus in neuem Glanz. Zur Zeit ist das letzte noch erhaltene typische Ackerbürgerhaus der Stadt noch eine große Baustelle. Die bisherigen Arbeiten lassen jedoch erkennen, welche Veränderungen dem künftigen Nutzungskonzept dienen sollen.

Ein Teil der Remise wird sich als vergrößerte Bühne anbieten. Dazu wurde eine der massiven Sandsteinsäulen entfernt. Umgestaltet wurde die östliche Scheuneneinfahrt. An ihrer Stelle entstanden Toilettenanlagen. Zwischen ihnen und den "guten Stuben" des Hauses ist bereits eines der künftigen Schmuckstücke zu erkennen. Der Gewölberaum diente einst als Viehstall. Für den gesamten Eingangsbereich des Hauses und für Teilflächen der Wagenremise ist eine Ausschmückung und Dekoration zum Thema Kommunbrauwesen vorgesehen. Umgenutzt wird die Fläche der bisherigen Toilettenanlage. An ihre Stelle treten Kasse, ein Stand für Bücher zur Lokal- und Regionalgeschichte und eine Kühlzelle für Getränke.

Für Wechselausstellungen entstand im nordwestlichen Teil der Scheune ein etwa 85 Quadratmeter großer Raum, der durch seine erhalten gebliebenen Holzkonstruktionen beeindruckt. Ein kleiner Teil davon war bereits für Ausstellungen genutzt worden. Aus brandschutzrechtlichen Vorgaben des Landratsamtes enthielt er einen Notausgang. Er führt in den nördlich angrenzenden Gartenbereich. Dieser bietet sich nach kleinen Gestaltungsarbeiten für lauschige Sommerfestlichkeiten an.

Beim Gang durch das grundlegend sanierte und umgestaltete Obergeschoss der Remise offenbart sich dessen künftige Nutzung als Lagerraum für Sammlungen. "Die Forderung der Regierung bestand in einem verantwortungsbewussten Umgang mit den übergebenen Objekten", erklärt Karlheinz Keck. Zu den Vorgaben nach Professionalität gehört nach seinen Aussagen die "Verpflichtung zum Inventarisieren. Eine kleine Arbeitsgruppe ist bereits wöchentlich damit beschäftigt. Zur bisherigen Bilanz verkündet Keck: "Wir haben bereits 545 Teile inventarisiert." Die Einbauregale in der Dachschräge sind für 2017 angekündigt. (Hintergrund)

Frühere VerbindungstüreNach Vorgaben der Landesstelle für nichtstaatliche Museen erhielten die beiden Ausstellungsräume im Obergeschoss einen Durchgang. Ein im Mauerwerk gefundener Bogen ließ auf eine früher vorhandene Verbindungstüre schließen.

Mit dieser Maßnahme war der Landesstelle daran gelegen, einen "Rundgang" durch die künftige Dauerausstellung zu ermöglichen. Sie soll den Ackerbürgern und Kommunbrauern der Stadt gewidmet werden. Nach Aussage von Karlheinz Keck hat die erwähnte Landesstelle das Konzept dafür bereits abgesegnet. "Ein Innenarchitekt wird Details dazu noch ausarbeiten", erklärt der Vorsitzende des Heimatvereins. Ein Stadtmodell soll im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Das Dach des ehemaligen Wohnbereichs erhielt eine Eindeckung mit Naturschiefer. (rn)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.