Raimund A. Mader liest aus seinem neuen Krimi
Realität trifft Fiktion

Raimund A. Mader im Malzhaus

Mit einem Anruf im Jahr 2008 ging es los. Ein Anrufer animierte Raimund A. Mader, ein Buch über Walter Klankermeier und den Mord an Weidens legendären Nachtclubkönig zu schreiben. Doch Mader widmete sich anderen Ideen und Projekten. Erst 2013 kam ihm der Anruf wieder in den Sinn. Das Ergebnis ist das vierte Werk des Gymnasiallehrers. Die erste Lesung von "Der König von Weiden" war für Mader in Heimspiel: Auf Einladung des Heimatvereins, der Stadtbibliothek und der Buchhandlung Bodner stellte der Eschenbacher sein Buch im voll besetzten Malzhaus vor.

"Als ich 1983 in die Oberpfalz kam, sind mir zwei Begriffe immer wieder begegnet: "Micky Bar" in Grafenwöhr und "Klankermeier", eröffnete der Autor die Lesung. Er selbst habe den legendären "Nachtclubkönig" der späten 1970er Jahre nicht persönlich gekannt. Aber die Idee, einen Roman über den ungeklärten Mord zu schreiben, ließ Mader nicht los.

Heraus kam ein Roman im Roman. Mader erzählt aus der Sicht eines Autors, der den Auftrag für ein Klankermeier-Buch bekommt. Soweit stimmt das mit der Realität überein. In der dann erfundenen Geschichte erlebt der Protagonist ein Auf- und Ab, sehr eindringlich und detailreich beschrieben. Der Leser begleitet den Helden in den Zug, sieht die Dame gegenüber im Abteil, spürt sein Misstrauen auf der Fahrt nach Regensburg.

Der fiktive Autor pendelt zwischen Schreib-Leidenschaft und innerer Leere. Mader skizziert die Gedanken, Gefühle und die Gespräche seiner Hauptfigur. Die wird dann von der Faszination ergriffen, einen Roman zu verfassen, bei dem die Wahrheit an den Rand gedrängt werden darf. Mader lässt den Protagonisten zunehmend in Kontakt mit der eigenen Vergangenheit treten, die nach und nach immer mehr Berührungspunkte mit der Person K. offenbart.

Zur Realität im Buch gehört auch, dass Mader während des Schreibens den ehemaligen Kulturreferenten der Stadt Weiden, Bernhard M. Baron, kennenlernte. Baron hat den Nachtclubkönig zwar ebenfalls nicht persönlich gekannt, konnte den Autor aber mit Anekdoten rund um Klankermeier versorgen. Ihn hat Mader als "Robert Maria Graf" als Bindeglied zwischen Autor und K. eingebunden. Ob der Mordfall gelöst wird, wollte Mader nicht verraten. Mader ging auch auf die Entstehung des Buchs ein: "Ich habe einen Anfang und auch ein Ziel. Dazwischen entwickelt sich die Geschichte. Dazu lasse ich mich beim Schreiben inspirieren." Wichtig war ihm das Spielen mit Realität und Fiktion. Zuviel Wahrheit solle der Leser nicht erwarten, es sei schließlich Literatur.
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