Taubnschusterhaus: Sanierung gestaltet sich nicht einfach – „Tag der Städtebauförderung“
Es gibt noch viel zu tun

In zwei Gruppen besichtigten die Besucher zusammen mit Bürgermeister Peter Lehr (Zweiter von rechts) sowie Karlheinz Keck, dem Vorsitzenden des Heimatvereins, und Architekt Klaus Stiefler (beide nicht im Bild) die Baustelle. Bilder: idu (2)

Baustelle betreten erlaubt, der "Taubnschuster" ist geöffnet: Im Zuge des "Tags der Städtebauförderung" hatten Stadt und Heimatverein zur Besichtigung des Anwesens eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten Bürgermeister Peter Lehr und Karl-Heinz Keck, der Vorsitzende des Heimatvereins, zusammen mit dem zuständigen Architekten Klaus Stiefler aus Bayreuth die Besucher. In zwei Gruppen ging es über die Baustelle, dabei standen die Verantwortlichen Rede und Antwort.

Im Untergeschoss sind Küche und Zoigl-Stube schon fertig. Das Obergeschoss ist für ein Nicht-Staatliches Museum vorgesehen, in dem eine Dauerausstellung über die Geschichte der Stadt und ihr Brauwesen sowie Sonderschauen geplant sind. Die Arbeiten an einem großen Lagerraum sind bereits abgeschlossen, die zwei Ausstellungsräume stehen kurz vor der Fertigstellung.

Reste der alten Stadtmauer


Die Haustechnik wurde ebenfalls verbessert und modernisiert, auch die Toiletten im Erdgeschoss nehmen Formen an. Ein Rettungsweg zum hinteren Teil des Anwesens ist noch in Arbeit. Während der alte Kuhstall, der als Multifunktionsraum dienen soll, fast fertig ist, bedarf der Innenhof noch einiger Arbeit. Natürlich wird dabei auf die erhalten gebliebenen Reste der alten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert geachtet. Einige Besucher waren zum ersten Mal "beim Taubnschuster" - und beeindruckt. Der Innenhof lässt bereits erahnen, was für ein Schmuckstück das Anwesen nach der Sanierung und Umgestaltung sein wird. Der Kuhstall mit seinem Gewölbe ist dabei wohl der schönste Raum.

Viele Balken erneuert


Ganz so einfach sei die Sanierung aber bisher nicht gewesen, teilte Bürgermeister Peter Lehr mit: Im vorderen Bereich habe es bereits eine Absenkung gegeben. Davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Alles ist gerichtet, die Sandsteine sind freigelegt. Zudem mussten viele Balken aus statischen Gründen erneuert werden. Nicht zuletzt bedürfe die alte Treppe ins Obergeschoss der Sanierung, merkte Architekt Klaus Stiefler an.

Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis das Schmuckstück Eschenbacher Geschichte vollendet sein wird. Dass es sich gelohnt hat, die viele Arbeit in Angriff zu nehmen, zeigt sich bereits: "Eine unglaublich gemütliche Atmosphäre ist das hier", sagte ein Besucher.
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