Bürgerversammlung
Bestens aufgeklärt

Riesig war das Interesse in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule. Die provisorische Tribüne zahlte sich aus. Bild: rn

Über zweieinhalb Stunden dauerte die Eschenbacher Bürgerversammlung. Bürgermeister Peter Lehr bot einen Rückblick aufs Jahr 2015, eine ganze Menge Zahlen und viel Lob fürs Team der Kläranlage.

Blasmusik, Bilder und ein Pausenimbiss sorgten dafür, dass die Bürgerversammlung die 150 Besucher nicht nur informierte, sonder auch unterhielt. Für gute Sicht sorgte die Tribüne, die Hausmeister Udo Drechsler in die Markus-Gottwalt-Aula improvisiert hatte. Lehr resümierte, dass sich um das "Projekt Eschenbach 2015" alle Abteilungen der Verwaltung und viele Organisationen verdient gemacht haben. Lehr erinnerte an zwei Sportlerehrungen im Malzhaus, die Weihe der Bergkirche, die Eröffnung des Radwegenetzes, den Bauernmarkt, die Übergabe des Generationenparks, das Bürgerfest, die Polizeimeisterschaften im Crosslauf und den Rathaussturm zumFaschingsauftakt. Eine außergewöhnliche Ehrung sei der "Staatspreises für vorbildliche Waldbewirtschaftung" gewesen.

Den seit Juli in der Gemeinschaftsunterkunft am Stadtmauerweg lebenden Asylbewerbern und Flüchtlingen bescheinigte er "problemlose Integration". Er dankte dem Helferkreis um Fritz Betzl und Sabine Fricke, die sich vorbildlich um "dieser Menschen annehmen".

Aus der "Welt der Statistik" vermeldete Lehr ein Missverhältnis bei Geburten und Todesfällen. 30, 37, und 36 Geburten in den Jahren von 2013 bis 2015 stellte er 70, 54 und 52 Todesfälle gegenüber. Dass die Gewerbesteuer mitunter "verrückt spielt" machte er mit Einnahmen von 0,298, 2,621 und 2,913 Millionen Euro in den Jahren 2013 bis 2015 erkennbar. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank von 2012 bis 2014 von 408 über 327 auf 235 Euro. Damit lag sie bei einem Drittel des bayernweiten Schnitts. An Bauprojekten erwähnte Lehr die neue Brücke am alten Feuerwehrhaus, der Abbruch des Wohnhauses Speinsharter Straße 4 als Voraussetzung für den Ausbau der Straße, den Generationenpark und den Ausbau der Breitbandversorgung. Begonnen wurden der Ausbau der Oberen Zinkenbaumstraße und die Modernisierung des Taubnschuster-Hauses.

Die Bühne nutzte Lehr um mit der Kläranlage und ihrem Personal einen wichtigen Teil des Bürgerservices vorzustellen, der sonst im Hintergrund wirkt. Lehr wollte deutlich machen, "wie die Abwasserbeseitigung funktioniert, wofür die Gebühren verwendet werden und welche Leistung unsere Klärwärter bringen". Er stellte die Bauteile und Funktion der Anlage vor. Anhand einiger Bilder legte er dar, welche Probleme feuchtes Toilettenpapier verursacht. Dass beid Kläranlagen reibungslos laufen, sehr gute Einleitwerte in die Creußen aufweisen und so die Kosten niedrig halten, sei dem "bestens qualifizierten und hoch motivierten Kläranallagenteam Andreas Bernhard und Klaus Suttner zu verdanken".
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