Bürgerversammlung Eschenbach
Große Bau-Pläne

Die Fällarbeiten haben schon begonnen: Die Erweiterung des Industriegebiets "Am Stadtwald" nach Norden steht in den Startlöchern. Bild: rn

Bürgermeister Peter Lehr informierte bei der Bürgerversammlung über die Bauvorhaben der Gemeinde im Hoch- und Tiefbau. Ein turbulentes Jahr steht bevor, die Bürger müssen auch mit Behinderungen rechnen.

Ein von mehreren Hoch- und Tiefbaumaßnahmen und Beschaffungsvorhaben begleitetes Jahr steht der Kommune bevor. Längere Verkehrsbehinderungen wird es beim Ausbau der "Hohen Straße" geben. Über die einzelnen Anlässe und die zum Teil erheblichen Fördermittel informierte Bürgermeister Peter Lehr bei der Bürgerversammlung (wir berichteten). Die Arbeiten zur Modernisierung des Heimat- und Kulturzentrums "Taubnschuster" sollen abgeschlossen werden.

Lehr erläuterte Details der Neugestaltung. "Als eine der letzten Gemeindeverbindungsstraßen wird die Hohe Straße neu gebaut." Er berichtete von positiv verlaufenen Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt und der Regierung der Oberpfalz. Deren Ergebnis war ein "breiterer Vollausbau und eine Förderung von voraussichtlich 50 Prozent". Bis spätestens Ende Juni sollen die Ausbauarbeiten in der Oberen Zinkenbaumstraße abgeschlossen sein.

Sicherheit beeinträchtigt


Parallel dazu sagte Lehr den Beginn der Planungen zum Ausbau der Jahnstraße voraus. Dies bedeute, dass die Wasser- und Kanalleitungen sowie Gehwege und der Straßenkörper erneuert werden und Erdgas, Glasfasertechnik und LED-Beleuchtung eingebaut werden. Die Anlieger sollen rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden.

Die Hammermühl-Brücke über die Creußen stammt aus dem Jahr 1957. Der Bürgermeister griff auf die regelmäßigen TÜV-Berichte zurück, nach denen der Zahn der Zeit dem Bauwerk erheblich zugesetzt hat und die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt ist. Der Aufwand liegt bei rund 130 000 Euro, die Erneuerung wird mit 50 Prozent gefördert. Die verfügbaren Fördermittel zur Breitbanderschließung sollen dafür genutzt werden, um alle Ortsteile mit schnellem Internet zu versorgen. Lehr versicherte, das Förderverfahren im laufenden Jahr abzuschließen und die Ausschreibung der Maßnahme zu veranlassen.

Durch die Kooperation mit der Gemeinde Speinshart wurde es möglich, zusätzlich 50 000 Euro an Fördermitteln zu erwirken. Alle vorgestellten Maßnahmen begleitete Lehr mit Bilderserien. So auch zu den Planungen zur Verbesserung der Infrastruktur im Ortsbereich Stirnberg. Er berichtete vom Abschluss des "Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK" und den anschließenden Absprachen mit der Regierung der Oberpfalz zur erfolgreichen Ausweisung des neuen Sanierungsgebietes. "Nun können in den nächsten Jahren mit einer 60-prozentigen Förderung aus Städtebaufördermitteln bauliche Veränderungen im neuen Sanierungsgebiet geschaffen werden."

Stadt nutzt Vorkaufsrecht


Lehr informierte über das Vorhaben der gemeinnützigen WoBauGmbH des Landkreises, die Stirnberg-Immobilien im Jahr 2016 energetisch zu sanieren und mit einem zentralen Heizsystem zu versehen. Er nahm Stellung zum ehemaligen Vermessungsamt: "Nachdem drei Investoren den Kauf des Gebäudes realisiert hatten und sie den Stadtrat mit ihren Nutzungsabsichten nicht überzeugen konnten, entschied sich das Gremium, die rechtliche Möglichkeit des Vorkaufsrechts zu nutzen und das historische Gebäude vom Freistaat zu erwerben." Eine zweckmäßige Nutzung werde sich "in Richtung eines Mehrgenerationenhauses bewegen".

Erhebliche Mängel weist die Mönch-Anlage des Obersees auf. "Der Zustand des Mönchs erlaubt kein weiteres Hinausschieben der Baumaßnahme." Als Termin nannte er das vierte Quartal 2016. Die Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald" rückt in greifbare Nähe. Als Grund nannte Lehr die Expansion der dort ansässigen Unternehmen und die deshalb nur noch zur Verfügung stehenden Restfläche von 8000 Quadratmetern. Um weitere Industrieansiedlungen zu ermöglichen, soll nun die Hälfte der vorgesehenen Erweiterungsfläche erschlossen werden. Der Bebauungsplan für das Areal ist seit 1999 rechtskräftig.

Die gemeinsame Ausschreibung von drei Feuerwehren zur Beschaffung des 25 Jahre alten LF 20 der Wehr ist ein "Volltreffer". Sie bedeute für jede Feuerwehr nicht nur eine Einsparung von 50 000 Euro, sondern bewirkte zusätzlich "auch jeweils rund 10 000 Euro mehr an staatlichen Fördermitteln".
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