CSU erfährt Erfreuliches in Escehnbach
Krankenhaus gesundet

Gute Nachrichten aus dem Haus St. Laurentius in Eschenbach. Pflegedirektor Thomas Baldauf (Sechster von rechts) berichtete der CSU-Delegation von der guten Akzeptanz der Einrichtung. Bild: do

Es läuft im Haus St. Laurentius. Das ehemalige Eschenbacher Krankenhaus hat eine neue Bestimmung gefunden. Bald sind alle Stockwerke belegt, erklärte Thomas Baldauf, Pflegedirektor der Kliniken Nordoberpfalz einer staunenden CSU-Mannschaft.

Den Weihnachtsbesuch der CSU-Mandatsträger Albrecht Rupprecht und Reiner Meier (Bundestag), Tobias Reiß (Landtag), Landrat Andreas Meier und zahlreicher Kommunalpolitiker nahm Thomas Baldauf zum Anlass, eine erfreuliche Bilanz über die Entwicklung der Pflegeeinrichtung zu ziehen. Seit gut drei Jahren bewährt sich das Dienstleistungszentrum für pflegebedürftige Senioren als Demenzzentrum.

Mit 23 Pflegeplätzen gestartet, gehöre das Haus heute zu den anerkannten Einrichtungen spezieller Patientenbetreuung, erklärte Baldauf. Schnell habe sich der Ruf als Kompetenzzentrum mit dem Schwerpunkt Demenz herumgesprochen, betonte er. "Wir sind für die vielfältigen Krankheitsbilder bei Hirnleistungsschwäche eine Spezialadresse."

Senevita steigt aus


Der Pflegedirektor verwies auf das ganzheitliche Betreuungskonzept und die interdisziplinäre Versorgung, die Kooperation mit den Kliniken Nordoberpfalz und die Zusammenarbeit mit weiteren medizinischen Einrichtungen. Außerdem erklärte er, dass die Unternehmensgruppe Senivita sich ab 1. Januar aus der Betreibergesellschaft zurückzieht - " im Guten", wie er betonte. Die Zusammenarbeit sei von Anfang an als Aufbauhilfe gedacht gewesen. Diese sei nicht mehr nötig. "Das Know-how von Dr. Horst Wiesent und seiner Einrichtungen war uns beim Aufbau wertvoll", lobte Baldauf. Doch jetzt stehe das Haus auf eigenen Beinen. Ab kommendes Jahr sei das Haus St. Laurentius eine 100-prozentige Tochter der Kliniken Nordoberpfalz.

Am 15. Januar wird das Seniorenzentrum nach einer Umbauphase eine zweite Station eröffnen. "Dann können wir eine individuellere Aufteilung der Patienten nach ihrer Mobilität vornehmen", erläuterte Baldauf. 45 Pflegeplätze warten dann auf Belegung. Im Endstadium der Versorgung sollen zirka 30 Mitarbeitern mit Spezialausbildung die Heimbewohner betreuen. Baldauf stellte zudem Daniela Jenke als neue Heimleiterin vor.

Weiterer Schub


Einen weiteren Schub erwartet das Haus mit der Aufnahme von Heimbewohnern der Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld. Dort steht der Umbau des Betreuungs-Zentrums an. Baldauf rechnet mit einer längeren Belegung des dritten Stockwerks. "Dann ist das Haus gut gefüllt". In der kurzen Diskussion richteten sich die Blicke der Gesprächsteilnehmer vor allem auf die Bundestagsabgeordneten. Derzeit steht die Absicht des Bundesgesetzgebers in der Kritik, eine "generalisierende Ausbildung" aller Pflegeberufe einzuführen. Individueller und praktischer sei vielmehr eine auf die jeweiligen Anforderungen gerichtete Ausbildungsstrategie. Zu diesem Thema könne man den Koalitionsvertrag beerdigen, urteilte Rupprecht. Sein Vorschlag: bei der personellen Ausstattung die Ausbildungsziele für jedes Haus individuell betrachten.

Dank an Polizei, Rettungsdienst und SeniorenpflegeDank übermittelte die CSU-Delegation auch beim Besuch weiterer Institutionen. In der Polizeiinspektion vernahmen die Mandatsträger durch Inspektionsleiter Rainer Striegl und Stellvertreter Werner Stopfer erfreuliche Aufklärungszahlen in einem "bewegten Jahr" mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Die Gesetzeshüter analysierten eine "gute Sicherheitslage" und plädierten für die Beibehaltung des erfolgreichen Konzeptes der "Prävention durch Präsenz".

Positives vernahmen die Politiker auch in der BRK-Rettungswache. Dienststellenleiter Reinhold Maul berichtete von reibungsloser Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Notarztverbund und den Nordoberpfälzer Kliniken AG. "Es läuft gut, der Ausfall bei Notärzten ist gleich null", lobte Maul. Gleichzeitig erinnerte er an die vielen Ehrenamtlichen. "Sie machen die Einsatzbereitschaft erst möglich".

Die Dankestour der CSU endete im BRK-Seniorenzentrum am Weidelbach mit einer Würdigung des Pflegepersonals. Wie im Haus St. Laurentius warnte auch BRK-Heimleiterin Manuela Schusser vor einer Ausbildungs-Generalisierung im Kranken- und Altenpflegebereich. Danach sollen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Pflegeberuf verschmelzen. Einem Szenario, wie es außerhalb der Republik gängige Praxis ist.

Dagegen befürchtet Schusser und andere Vertreter der Altenpflege, dass bei einer "generalisierten Ausbildung" Fachwissen auf der Strecke bleibe und besonders im Altenpflegebereich durch geringere Praxiszeiten der höhere Pflegeaufwand und damit die Beziehung zu den Heimbewohnern Schaden nehme. (do)
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