CSU-Jahreshauptversammlung
Große und kleine Politik

Der CSU-Ortsverband hat die Freude am Gestalten wiederentdeckt. "Wir sind die treibende Kraft im Rathaus", verkündet das Führungspersonal um Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes und Fraktionsführer Marcus Gradl. Dagegen unterstellen "die Schwarzen" dem roten Bürgermeister und seinem Anhang Verschleierung und Blockade.

Bei der CSU-Jahreshauptversammlung wurde deshalb Tacheles geredet. Diplomatisch begann die Versammlung im Hotel Rußweiher mit einem wehmütigen Blick der Ortsvorsitzenden auf eine Traditionsgaststätte. "Eigentlich wollten wir wie üblich in den Gasthof Burger einladen." Krankheitsbedingt sei das Haus leider geschlossen worden, bedauerte Schultes. "Was waren das für schöne Stunden", schwärmte die Stadträtin.

Die nun angedachte Folgenutzung als Flüchtlingsquartier im Herzen der Stadt sei jedoch keine gute Lösung, bemerkte die Versammlungsleiterin.

Gut gelöst sah die Ortsvorsitzende hingegen die Arbeit der CSU im Berichtsjahr 2015. In Anwesenheit von Landrat Andreas Meier, Ehrenbürger Vinzenz Dachauer, Ehrenmitglied Robert Dotzauer, drittem Bürgermeister Klaus Lehl, der CSU/ÜCW-Stadtratsfraktion, FU-Vorsitzender Susanne Schug und JU-Vorsitzendem Peter Nasser hielt Schultes Rückschau. Die CSU-Chefin analysierte zunächst das nationale und internationale politische Geschehen, um schließlich auf Einzelheiten des CSU-Veranstaltungsprogramms einzugehen.

Sie erinnerte an das traditionelle Sommergespräch mit Staatssekretär Albert Füracker als Ehrengast am Rußweiher, verwies mit Blick auf das brandaktuelle Thema der Flüchtlingswellen auf ein Bürgergespräch zum Thema Asyl mit Michael Schiller vom Landratsamt, erinnerte an gut besuchte "Politische Stammtische" und lobte den schon in den 1980er Jahren eingeführten CSU-Neujahrsempfang als Gelegenheit zu einem Jahres-Bekenntnis der fairen Zusammenarbeit über parteipolitische Grenzen hinweg.

Auch im gesellschaftlichen Bereich mischen der CSU-Ortsverband und mit ihm die Frauen-Union und die Junge Union kräftig mit. Schultes nannte beispielhaft den Zoiglabend im Malzhaus zum 70. Geburtstag des CSU-Ortsverbands, das Grillfest in den großen Ferien, die Präsenz beim Weihnachtsmarkt des Gewerbevereins, das Mitwirken am städtischen Ferienprogramm, den CSU-Fußballcup und die erstmals veranstaltete Ü-30-Party im Malzhaus. Die Ortsvorsitzende erinnerte ferner an zahlreiche Termine des Vorstands und an Besuche bei Veranstaltungen der Nachbarortsvereine.

Den Tätigkeitsbericht der CSU-Ortsvorsitzenden ergänzte FU-Vorsitzende Susanne Schug mit einem kurzen Rückblick auf die Arbeit der Frauen-Union (siehe Kasten) .

Aktionen, DelegierteDie Frontfrau der FU berichtete unter anderem vom Einsatz auf dem Bauernmarkt mit einer Tombola zugunsten des Tierheims Weiden, ans Straßenmalen vor der Volksschule, an den Behindertenfasching und den Weiberfasching, den Ausflug nach Tschechien und ans Basteln der Osterkrone vor dem Rathaus. Die Gleichberechtigung der Frauen sei als Grundrecht nicht verhandelbar, betonte Susanne Schug weiter. Sie forderte dazu auf, bei der FU-Kampagne "Selbstverständlich" eine breite Debatte zur Selbstbestimmung der Frauen zu führen.

Fundierte Kassenberichte verlasen Manfred Neumann (CSU) und Hildegard Götz (FU). Die Kassenprüfer Robert Dotzauer und Karl Stopfer (CSU) sowie Elfriede Hübl und Gerda Rupprecht (FU) bestätigten eine souveräne Verwaltung der Parteigelder. Zur "besonderen Kreisvertreterversammlung" hatte der CSU-Ortsverband sechs Delegierte zu bestimmen. In geheimer Abstimmung wählte die Versammlung Daniela Friedrichs, Marcus Gradl, Michael König, Tobias Lehl, Peter Nasser und Dr. Sabine Schultes. Ersatzdelegierte sind Edgar Bitterer, Monika Diertl, Dr. Rosa Dumler-Gradl, Arnold Mirwald, Manfred Neumann und Susanne Schug. (do)
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