CSU spricht bei Neujahrsempfang heikle Themen an
Vorsichtig optimistisch

Die CSU lud zum traditionellen Neujahrsempfang, und viele kamen. CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes hieß in der Aula der Volksschule die Gäste besonders aus der Kommunalpolitik und Vertreter der Vereins- und Geschäftswelt willkommen. Auch MdL Tobias Reiß und stellvertretender Landrat Albert Nickl mischten sich unter die große Besucherschar. Bild: do
 
Die CSU lud zum traditionellen Neujahrsempfang, und viele kamen. CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes hieß in der Aula der Volksschule die Gäste besonders aus der Kommunalpolitik und Vertreter der Vereins- und Geschäftswelt willkommen. Auch MdL Tobias Reiß und stellvertretender Landrat Albert Nickl mischten sich unter die große Besucherschar. Bild: do

Es war eine angenehme Pflicht für CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes. Beim Neujahrsempfang der CSU, FU und JU dominierten vor allem Small-Talk und gute Wünsche. Gleichwohl verwies die Stadträtin mit Blick auf die aktuelle Rathauspolitik auf Meinungsverschiedenheiten, die bis zur Einleitung eines Bürgerbegehrens reichen.

In der Tat hatten sich die circa 100 Gäste - unter ihnen Stadtpfarrer Thomas Jeschner, MdL Tobias Reiß, stellvertretender Landrat Albert Nickl, die Bürgermeister Edgar Knobloch (Grafenwöhr) und Wolfgang Haberberger (Neustadt am Kulm) sowie zahlreiche weitere Kommunalpolitiker und die vielen Ehrenamtlichen der Vereinswelt, Behördenvertreter und Unternehmer - viel zu erzählen. Auch die politische Konkurrenz war zugegen, es fehlten allerdings SPD-Vertreter. Ein dankbarer Rückblick und ein vorsichtig optimistischer Ausblick gehörten beim Neujahrsempfang zum Repertoire des lockeren Treffens.

Der Stoff geht nie aus. Zu allererst bietet aber eine der ersten Versammlungen im neuen Jahr die Chance, über Ideen und Vorhaben zu diskutieren, mit denen sich die Lebensqualität in Stadt und Region weiter verbessern ließe. Schultes forderte eine aktivere Baulandbeschaffung, monierte eine Veranstaltungshalle und empfahl eine von der CSU-Stadtratsfraktion beantragte zügige Verwirklichung eines Generationentreffs. Allen Unkenrufen zum Trotz bestätigte die Allgemeinmedizinerin Stadt und Region eine gute medizinische Versorgung einschließlich eines gut funktionierten Rettungs- und Notfalldienstes.

Im Brennpunkt Eschenbacher Kommunalpolitik sah die CSU-Frau die Diskussion um die "Spange-Ost". Die Planung sei nach ihrem Start vor zehn Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der Netzaberg-Siedlung nicht mehr aktuell, erklärte Schultes. "Uns missfällt auch die Untätigkeit der Rathausführung." Deshalb verwies sie auf eine Initiative der CSU, ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen, um, so Schultes, den Bürgermeister und den Stadtrat zum Überdenken der Planung zu veranlassen.

"Der Region und dem Landkreis geht es so gut wie nie." Mit dieser Feststellung begann Stephan Oetzinger sein Statement. Der Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion und Manteler Bürgermeister beleuchtete einleitend die globalen Rahmenbedingungen, verwies auf die absolute Notwendigkeit äußerer, innerer und sozialer Sicherheit, um dann über Schwerpunkte aktueller und künftiger Kreispolitik zu informieren.

Mit Blick auf die Flüchtlingssituation bekannte sich Oetzinger wie seine Vorrednerin zu einer Kontingentierung. "Es geht darum, die Zahl der Flüchtlinge auf ein Maß zu beschränken, das wir uns leisten können." Die guten Früchte derzeitiger Politik sah der Redner auch in der Kreispolitik verwirklicht. "Der Landkreis steht gut da", urteilte Oetzinger, verwies auf die Rekordzahl an Arbeitsplätzen, an solide Finanzen und an den Schuldenabbau.

Dennoch habe der Kreis mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum als je zuvor. Oetzinger gab deshalb Überlegungen zu einer weiteren maßvollen Senkung der Kreisumlage bekannt und erinnerte an Investitionen in die Landkreis-Infrastruktur, in Bildung und Kultur. Auch die Sanierung des alten Landratsamtes in Eschenbach zählte Stephan Oetzinger zu den Zukunftsprojekten, wenn denn auch die Stadt Eschenbach zur Mitwirkung und Mitfinanzierung bereit sei, so der Kreispolitiker. Reden, Zuhören und die gebotenen Chancen nutzen, empfahl der Kreisrat und Bürgermeister als gutes Rezept, künftige Herausforderungen zu meistern. Mit jugendlichem Elan umrahmte den Empfang das Jugendstreichorchester der Musikschule im Vierstädtedreieck unter Leitung von Joachim Steppert.
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