Gemeinderat Vorbach billigt einstimmig Änderungsentwurf zum Regionalplan Oberpfalz Nord
Signal für mehr Windkraft

Windkraftanlagen im Staatswald zwischen Vorbach und Neustadt am Kulm? Für die Gemeinde Vorbach kein Problem. "Wir waren immer dafür, dort Windräder zu genehmigen", sagt Werner Roder. Der Änderungsentwurf für den Regional-plan bestätigen Bürgermeister und Gemeinderat.

Vorbach. Der Windkraft genügend Raum geben. Dieser Forderung der Gemeinde trägt die Regierung der Oberpfalz im Entwurf zur Änderung des Regionalplans Oberpfalz Nord Rechnung. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend begrüßten Bürgermeister Werner Roder und die Gemeinderäte die Absicht des Planungsausschusses des Regionalen Planungsverbands Oberpfalz-Nord, ein gemeindefreies Gebiet "nordöstlich von Vorbach und westlich von Neustadt am Kulm" als sogenannte Vorbehaltsfläche für Windkraft auszuweisen.

Im Landschaftsschutzgebiet


Im Staatsforst gelegen, definiert sich das geplante Vorbehaltsgebiet als Fläche, "in der bei Abwägungen für raumbedeutende Maßnahmen ein besonderes Gewicht beizumessen ist". Das Areal grenze unmittelbar an die von der Regierung von Oberfranken ausgewiesenen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Windkraft bei Frankenberg und Ramlesreuth sowie westlich von Neustadt am Kulm, erläuterte Werner Roder. Als Besonderheit nannte er die Lage in einem Landschaftsschutzgebiet. Die Errichtung von Windkraftanlagen in diesem Bereich bedürfe deshalb einer Befreiung von der Schutzgebietsverordnung durch den Landkreis.

Schon vor zwei Jahren habe der Planungsverband Oberfranken-Ost gehandelt, merkte der Gemeindechef an. Nun sei es auch für die Oberpfälzer an der Zeit, die Raumplanung für Windkraft auf eine verlässliche Basis zu stellen. Nach ausführlicher Erläuterung der Rechtsgrundlagen einschließlich der Konsequenzen durch die sogenannte 10-H-Regelung bedauerte Roder die zögerliche Genehmigungspraxis für Windenergieanlagen. "Wenn wir aus dem Atomstrom aussteigen und Kohleverstromung stark reduzieren wollen, brauchen wir die Windkraft - und das viel mehr, als dies bisher der Fall ist."

Einstimmige Billigung


Der Bürgermeister erinnerte an die stets zustimmende Haltung des Gemeinderats, was die Ausweisung eines Vorbehaltsgebiets für Windkraft im Staatsforst nordöstlich von Vorbach betrifft. Er empfahl, im Interesse einer verstärkten Nutzung regenerativer Energiequellen dem Windenergiekonzept des Planungsverbandes Oberpfalz-Nord im Zuge der Regionalplan-Fortschreibung zuzustimmen.

Mit den Planungen zeigte sich auch Manfred Plößner zufrieden. Auf Landkreisebene habe es lange Zeit eine Verhinderungshaltung gegeben, bedauerte der Gemeinderat der Freien Wählergemeinschaft. Jetzt sei die Zeit reif, Signale für mehr Windkraft zu setzen.

Ausdrücklich begrüße die Gemeinde Vorbach die Ausweisung des Vorbehaltsgebiets "NEW 17 L" zur Windenergienutzung, lautete der Beschlussvorschlag im Beteiligungsverfahren. Der Gemeinderat billigte diesen einstimmig.
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