Geplante Unterkunft für Asylbewerber
Keine Alternative fürs "Weiße Roß"

Bild: do

(wüw/rn) Peter Lehr möchte das "Weiße Roß" als Gasthof erhalten und eine Asylbewerberunterkunft am Marienplatz verhindern. Per Brief bot der Bürgermeister Betreiberin Liane Burger Hilfe bei der Pächtersuche an. Burger kann ihre Pläne nicht ändern: "Ich habe alle Möglichkeiten durchgespielt. Es gibt keine andere Möglichkeit."

Lehr bot in dem Brief ein Gespräch mit einem Getränkegroßhändler an, der bei der Verpachtung behilflich sein könnte. "Parallel hierzu könnte ich auch einen Kontakt zu einem Koch herstellen, der unter Umständen dazu bereit wäre, das Haus von Euch zu pachten." Burger verweist auf die hohen Investitionen, die ein neuer Pächter erforderlich machen würde. Sie rechnet mit Modernisierungskosten im sechsstelligen Bereich. "Dafür bräuchte ich eine langfristige Pachtzusage, aber die gibt mir keiner." Sie selbst sei alleine, es gebe keine Nachfolger. "Für wen sollte ich dies alles machen."

Die Wirtin wirbt bei den Eschenbachern um Verständnis, die um ihr Traditionswirtshaus trauern. Auch Burger wäre es am liebsten, den Gasthof zu erhalten. "Mein Herz hängt an diesem Haus." Deshalb habe sie alle Möglichkeiten geprüft, gangbar wäre nur eine: "Die einzige Alternative wäre, einen Käufer zu finden." Große Hoffnung habe sie darauf aber nicht. Die Aussicht für Wirte sei zu schlecht. Die Entwicklung in Eschenbach sei der beste Beleg. Das habe sie Bürgermeister Peter Lehr bereits mitgeteilt.

Der Gasthof "Weißes Roß" ist seit einem Monat geschlossen. Vergangene Woche erklärte Liane Burger, dass sie das Hotel dauerhaft nicht mehr betreiben kann. Die Erkrankung ihrer Mutter lasse das nicht zu. Sie plane, die Zimmer als Asylbewerberunterkunft zur Verfügung zu stellen. Ein Antrag auf Nutzungsänderung liegt der Stadt vor. Burger sagt, sie habe seither Kritik erfahren, allerdings auch sehr viel Zuspruch. Vor allem bedauern die Eschenbacher das Aus für das Wirtshaus, dessen Küche nicht nur in der Stadt berühmt war. Lehr selbst wollte sich vergangene Woche nicht zu den Plänen äußern, verwies stattdessen auf den Stadtrat.
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