Lieferfirma in Insolvenz – Stadt vergibt Auftrag neu – Absage der Ü 30-Party: Diskussion
Sonnensegel lässt auf sich warten

Der Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" war in der jüngsten Sitzung des Stadtrats ein Spiegelbild des öffentlichen Geschehens. Marcus Gradl, Sprecher der CSU/ÜCW-Fraktion, erkundigte sich nach dem neuen Sonnensegel im Rußweiher-Freibad. Bürgermeister Peter Lehr informierte das Gremium über die Insolvenz der bisherigen Lieferfirma. Die Stadt habe sich daher um einen neuen Lieferanten bemühen müssen, dem vor etwa zwei Wochen der Auftrag erteilt worden sei.

"Fischgeruch" im Freibad


Eine weitere Frage betraf kürzlichen "Fischgeruch" im Freibad, "obwohl keine toten Fische zu sehen waren". Da das Gesundheitsamt "in regelmäßigen, kurzen Abständen die Wasserqualität überprüft", fand der Bürgermeister keinen Anlass für hygienische und gesundheitliche Bedenken. Städtebauliche Mängel im Quartiergebiet Stirnberg waren für den Stadtrat Anlass, in seiner März-Sitzung den Bereich "Stirnberg-Bergkirche-Am Stadtweiher" als drittes Sanierungsgebiet auszuweisen - neben Altstadt und Vorstadt. Gradl hielt es nun für sinnvoll, den Pappenberger Weg ebenfalls in das Sanierungsgebiet einzubeziehen. Er regte an, die Grenzen zu überprüfen.

Bürgermeister Peter Lehr konnte sich damit nicht anfreunden: Er befürchtet einen "Ping-Pong-Effekt". Fritz Betzl schlug jedoch vor, aus Gründen der Verkehrssicherheit den Pappenberger Weg aus Richtung Apfelbach für den Verkehr zu sperren.

Lehr berichtete vom Förderbescheid über 50 000 Euro aus Bundesmitteln für Planungsmaßnahmen zum weiteren Breitbandausbau. Dann bedauerte er, dass die Ü 30-Party nicht mit der Stadt abgesprochen gewesen sei und verwies auf einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats, am Rußweiher keine Veranstaltungen zuzulassen. Als Grund nannte er die negativen Erfahrungen bei der 2000-Jahr-Feier. Fritz Betz, einer der dienstältesten Stadträte, bestätigte dies.

Beschluss nicht bekannt


Als Mitglieder des Kulturausschusses, der der Initiator der Ü 30-Party war, erklärten Marcus Gradl und Matthias Haberberger, dass sie sich "nichts Böses bei ihrem Vorhaben gedacht" hätten und ihnen der Stadtratsbeschluss nicht bekannt gewesen sei. "Dies war unser Fehler", räumte Haberberger ein.

"Meine Absage war keine Böswilligkeit; ich habe nur einen Stadtratsbeschluss vollzogen." Mit diesen Worten beendete Peter Lehr die Aussprache. Das Thema soll in einer der nächsten Sitzungen nochmals aufgegriffen werden.
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