Neue Applikation "Mediheld" vorgestellt

Die Gesprächsteilnehmer zur besseren medizinischen Versorgung im ländlichen Raum (von links vorne im Uhrzeigersinn): Hans-Jürgen Kurz, Gert Bernscher, Melanie Huml, Gabriele Hörl, Dr. Steffen Schmidt, Tobias Reiß, Hubert Schug, Diana Einert, Tobias Hertkorn und Dr. Markus Schäfer. Bild: hfz

Weite Wege zwischen Patient, Arzt und Apotheke sind keine Seltenheit. Um dem Problem zumindest ein wenig entgegenzuwirken, hat sich die Schug-Gruppe etwas einfallen lassen.

Die ursprüngliche Motivation zur Entwicklung von Mediheld legte Hubert Schug, der Inhaber der Schug-Gruppe, dar: Sowohl Arzt als auch Pflegedienste und Angehörige von Patienten legen auf dem Land zwischen ihrem Standort, dem Patienten und der Apotheke oder dem Sanitätshaus beträchtliche Wegstrecken zurück. Nicht selten sind Arzneimittel nicht vorrätig. Hinzu kommen oft Kommunikationsdefizite.

Aus langer Erfahrung weiß Fachapotheker Hubert Schug, dass die derzeitige Versorgung häuslich gepflegter Patienten im ländlichen Raum mit vielen Fehlerquellen behaftet ist. Seine Idee war es, durch die digitale Vernetzung aller Beteiligten, das Informationsdefizit zu verringern und damit die Arzneimittelsicherheit für den Patienten zu verbessern. Eine solche Vernetzung würde zudem personelle und finanzielle Einsparpotentiale im Verhältnis Arzt-Patient-Apotheke-Sanitätshaus-Pflegedienst-Krankenkasse erschließen. Als Konsequenz entwickelte die Schug-Gruppe mit groupXS Mediheld die Applikation Mediheld. Durch Vermittlung und Beratung des Medical Valley wird das Projekt vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Staatsministerin Melanie Huml lobte bei einer Diskussion die Bereitschaft, innovative Lösungswege in der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum zu suchen.

Bei dem Gespräch waren neben Schug und der Politikerin auch Hans-Jürgen Kurz, Dr. Markus Schäfer und Diana Einert von der Schug-Gruppe, Tobias Hertkorn von groupXS Solutions GmbH und Dr. Steffen Schmidt von Medical Valley EMN e.V., sowie Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (Tirschenreuth), Gabriele Hörl, Leiterin der Abteilung Gesundheitspolitik, ambulante Versorgung und Krankenversicherung, und Gert Bernscher, Leiter des Referats Pharmazie.

Schmidt referierte über die Medikationsprojekte im Medical Valley. Diese staatlich geförderten Forschungsprojekte haben die Optimierung der Gesundheitsversorgung zum Ziel. Hertkorn beschrieb die aufgetretenen Probleme, die einer digital unterstützten wohnortnahen medizinischen Versorgung noch entgegenstehen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich seien noch undefiniert. Zudem schotten Softwarehäuser im Apotheken- und Arztbereich ihre Software jeweils stark ab. Dadurch wird eine stärkere Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen behindert.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.