Schwesternwohnheim Eschenbach
Im Keller was Neues

Nur von außen macht das Schwesternheim einen etwas sehr grauen Eindruck. Mit der Bausubstanz ist der neue Eigentümer dagegen sehr zufrieden - genau wie mit der Nachfrage nach den Wohnungen. Bild: do

Das Eschenbacher Schwesternheim ist verkauft, aber an wen? Und was hat der neue Eigentümer vor? Zumindest auf eine der Fragen gibt es nun eine Antwort.

Den eigenen Namen möchte der neue Eigentümer des Schwesternwohnheims nicht in der Zeitung lesen - aus beruflichen Gründen, wie er sagt. Aus seinen Plänen macht der Privatmann dagegen kein Geheimnis: Grundsätzlich werde sich an der Nutzung wenig ändern: Er möchte in erster Linie weiterhin Wohnraum an Privatpersonen vermieten. Weil es in Eschenbach Bedarf für größere Wohnungen gebe, habe er mehrfach Apartments zu größeren Einheiten zusammengelegt. Von den ursprünglich 60 Apartments sind 46 verblieben, dazu gibt es nun sieben größere Wohnungen, dazu seien meist je zwei Apartments zusammengelegt. Dazu komme eine 120-Quadratmeter-Wohnung aus drei ehemaligen Apartments.

Ausziehen musste für die Umbauten niemand: "Ich habe alle Mietverhältnisse übernommen", erklärt der neue Besitzer. Die umgebauten Apartments und das ehemalige Refektorium im oberen Stockwerk standen zuvor leer. Dies soll sich schon bald ändern, die Nachfrage sei da. "Ich rechne schon bald mit annähernd 100 Prozent Auslastung." Im Erdgeschoss wird die Niederlassung des BFZ mindestens mittelfristig bleiben. Der Vermieter wäre auch an einer langfristigen Nutzung durch die Bildungseinrichtung interessiert.

Ändern wird sich dagegen etwas im Kellergeschoss: Die Räume dort für die Physiotherapie und Gymnastik wurden zuletzt kaum genutzt. Künftig wird sich die Lebensgefährtin des neuen Eigentümers darum kümmern. Sie betreibt eine Tanzschule, die auch in den Räumen Platz finden wird. Dafür wird ein Raum verspiegelt. Die nötigen Genehmigungen vorausgesetzt, sollen die Räume auch vermietet werden. Gespräche mit der VHS habe es bereits gegeben. Sie könnte für einzelne Termine das Schwesternheim nutzen. Aber auch anderen Veranstaltern soll der Keller für Seminare oder Vorträge offenstehen. Auch Lesungen und Konzerte kann sich der neue Eigentümer vorstellen - theoretisch würde der 140 Quadratmeter-Raum bis zu 100 Besuchern Platz bieten.

Bis es so weit ist, sind noch Vorarbeiten nötig. Am Haus selbst ist dagegen kaum etwas zu tun, es befinde sich in einem hervorragendem Zustand. "Man merkt, dass das Haus in staatlicher Hand war. Hier wurde nicht gespart." Das Dach sei vor fünf Jahren erneuert worden, die Heizenergie liefere weiter die Kliniken AG. So gibt es für den neuen Eigentümer am Gebäude mittelfristig nur eine größere Baustelle: die Fassade. Noch stehe nicht fest, ob sie "nur" einen neuen Anstrich erhält oder gleich einen Vollwärmeschutz.
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