Stadtrat gibt Bauvorhaben gemeindliches Einvernehmen
Schaffe, schaffe, Häusle baue

Die Bausaison 2016 kann beginnen. Der Stadtrat stimmte fünf kleineren und größeren Vorhaben zu. Die größte Maßnahme ist der Neubau einer Fertigungshalle mit Versandbereich der Firma Mondi.

Als Ergänzung zum bestehenden Hallenkomplex entsteht ein Sonderbau mit einer Länge von 126 Metern, einer Breite von 49 Metern und einer Höhe von 11 Metern. Bürgermeister Peter Lehr sah darin "ein Signal für den Standort Eschenbach".

Auf Expansionskurs ist auch die Firma Card Collection, die im Sommer 2014 in die Räume des ehemaligen Penny-Markts in der Industriestraße eingezogem war. Sie beantragte die Umnutzung des ehemaligen Einkaufs- und Getränkemarkts in eine Produktionsstätte zur Fertigung sogenannter Koffermusterkollektionen sowie die Errichtung einer Lagerhalle in Leichtbauweise. Die Halle wird eine Länge von 30,50 Meter, eine Breite von 10 und eine Höhe zwischen 4,50 und 3,60 Meter haben.

Frohe Osterbotschaft


In der Oberen Zinkenbaumstraße wird auf der Fläche des ehemaligen BRK-Altenheims eine dritte Parzelle bebaut. Vera und Viktor Neifert beantragten den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Garage. Einen Wintergarten will Walter Händel an sein Einfamilienhaus in Apfelbach anbauen.

Ihren Segen erteilten die Stadträte auch dem Vorhaben von Susanne und Hubert Gradl. Es lag vorerst nur die Bauvoranfrage auf Errichtung einer Fahrzeug- und Lagerhalle in der Weidelbachstraße vor. Sie soll eine Länge von 30 Metern, eine Breite von 12 Metern und eine Höhe von 7 Metern erhalten. Die erforderlichen Erdarbeiten erfolgten bereits im vergangenen Jahr.

Die kommunale Abwassergebühr erhöht sich ab dem laufenden Jahr von 1,97 Euro auf 2,05 Euro pro Kubikmeter. Die Gründe dazu trug Kämmerer Karl Stopfer vor. Er verwies auf den vorgegebenen Kalkulationszeitraum von jeweils vier Jahren. Da für die zurückliegenden Jahre eine Überdeckung erwirtschaftet wurde, wartete er mit einer vorösterlichen Frohbotschaft auf: "Die Rücklagebeträge werden in den Kalkulationszeitraum 2016 bis 2019 übernommen und führen zu einer Minderung der Einleitungsgebühr." Denn ohne die Überschüsse der Vorjahre beliefe sich die Gebühr künftig auf 2,48 Euro pro Kubikmeter.

Stopfer räumte ein, dass die Betriebskosten des Abwasserwerks immer wieder größeren Schwankungen unterliegen. Als Ursache dafür nannte er den alle Jahre unterschiedlichen Bedarf für den Unterhalt der Kläranlage und der sonstigen Entwässerungsanlagen. Er verwies auf die letzten Sanierungsmaßnahmen im Jahr 1991. Durch die nun geplanten Baumaßnahmen kündigte er einen Anstieg der kalkulatorischen Kosten bis 2019 von jährlich 215 000 Euro auf 270 000 Euro an.

Der Information dienten seine Hinweise auf Gebühren in den Nachbargemeinden. Sie liegen in Kirchenthumbach und Vorbach bei 3,33 Euro beziehungsweise bei 3,69 Euro. Grafenwöhr und Pressath erheben 2 beziehungsweise 2,95 Euro. Hinzu kommen jeweils Grundgebühren von 33 bis 60 Euro. Zum Kubikmeterpreis von 3,07 Euro erhebt Neustadt am Kulm ebenfalls eine Grundgebühr von 72 Euro und mehr.

Arbeitsgemeinschaft geplant


Zur Breitbanderschließung wollen die Gemeinden Eschenbach und Speinshart gemeinsame Wege gehen. Dazu traf der Stadtrat den Beschluss mit dem Wortlaut: "Der Stadtrat der Stadt Eschenbach beschließt, mit der Gemeinde Speinshart im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms nach der Breitbandrichtlinie, in Kraft getreten am 9. Juli 2014, interkommunal zusammenzuarbeiten, die hierfür nötigen Planungen miteinander abzustimmen und das Auswahlverfahren in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Gemeinde Speinshart unter Hinweis auf das dortige Erschließungsgebiet durchzuführen."

Bürgermeister Peter Lehr verwies dazu auf die Sitzung vom 10. Dezember 2015, in der der Stadtrat die Einleitung des zweien Förderverfahrens zur Breitbanderschließung für die Ortsteile von Eschenbach beschlossen hatte. Gleichzeitig sei er beauftragt worden, mögliche Kooperationspartner zu suchen, um die zusätzliche Förderung von 50 000 Euro in Anspruch nehmen zu können. Er informierte über den Inhalt einer gemeinsamen Sitzung mit seinem Amtskollegen Albert Nickl und dem dabei getroffenen Übereinkommen, die erforderliche Kooperation einzugehen.

Bestandteil des Förderantrags wird nun eine von den beiden Bürgermeistern unterzeichnete "Vereinbarung zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft Kommunale Breitbandförderung" sein.

Jahresrechnung"Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2014 der Stadt Eschenbach brachte keine Beanstandung." Dies berichtete zweiter Bürgermeister Karl Lorenz im Namen des Prüfungsausschusses dem Stadtrat. Dem Kämmerer bescheinigte er eine geordnete Kassenführung. Zur Feststellung der Jahresrechnung mit einem ausgewiesenen Gesamthaushalt von 18,679 Millionen Euro nahm Karl Stopfer mit ergänzenden Informationen Stellung.

Dazu gehörten ein Mehr von 250 000 Euro an abzuführender Gewerbesteuerumlage an den Landkreis, um 100 000 Euro geringerere Personalkosten als eingeplant und eine Zunahme der Gewerbesteuer um 1,8 Millionen Euro. Als wohltuend empfanden die Stadträte die Nachricht, dass ein Überschuss von 2,797 Millionen Euro den allgemeinen Rücklagen zugeführt wurde. Bürgermeister Lehr sprach von einem insgesamt erfreulichen Jahr. "Im kommenden Jahr werden wir mehr aus Rücklagen leben müssen", gab er zu bedenken. (rn)
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