Stadtrat im Taubenschusterhaus
Modell für die Zukunft

Modelle zeigten den Stadträten die künftige Nutzung des Hauses. Bild: rn

Eschenbachs Stadträten gefällt, was sie Taubnschusterhaus sehen und hören. Nach dem Umbau bietet des Anwesen viel Neues in Sachen Geschichte.

"Das Taubnschusterhaus mausert sich zum Schmuckstück." Mit diesem Fazit endete ein Besuch des Stadtrats in dem Ackerbürgerhaus, bei dem es um die Sanierungs- und Umbauarbeiten ging. Zugleich erfuhren die Räte Einzelheiten über die künftige Dauerausstellung im Obergeschoss. Der Heimatverein hat dazu ein Konzept entwickelt, das die Landesstelle für nichtstaatliche Museen ohne Abstriche übernommen hat. Es soll mit 40 Prozent gefördert werden. Innenarchitekt Wolfgang Engel stellte es vor.

Schon beim Betreten soll der Besucher etwas über die Historie des Hauses erfahren. "Der lange Flur wird von einem 'Zoigl-Himmel' beschirmt, an den Wänden gibt es Informationen über die Geschichte des Hauses." Zwei Räume im Obergeschoss sollen den Weg Eschenbachs "vom Dorf zur Stadt" erklären. Dazu kommen die Themen "Zoigl" und "Hopfen".

Ein Modell der Stadt im Maßstab 1:500 soll "der Höhepunkt der Dauerausstellung" werden. Das Stadtmodell in der Größe von 1,80 mal 1,70 Meter basiert auf dem Urkataster von 1839. Die Idee hatte Karl-Peter Fricke. "Über ein Tablett lassen sich bestimmte Steuerungen vornehmen", erklärte der. So lassen sich die Häuser beleuchten, die Auswirkungen der Altstadtbrände zeigen oder auch markieren, wer einst das Braurecht besaß. Das Modell soll circa 200 Wohngebäude enthalten. "Neben den Häusern wird viel Mensch gezeigt", verspricht Architekt Engel, "von einfachen Menschen bis zu Honoratioren". Videos zeigen Interviews mit Eschenbachen, die der Heimatverein seit Jahren sammelt.

Für die Hof- und Remisenflächen kündigte Karlheinz Keck die Ausstellung von "Koufn und Küferwerkzeugen" an. Der Vorsitzende des Heimatvereins zeigte den neuen großen Ausstellungsraum. Dieser wird für Sonderausstellungen dienen. Im Dachgeschoss des Stadels zeigte er den Besuchern ein Lager von Zeitdokumenten, die vermessen und fotografiert werden. "Wir haben mehr als 600 Teile inventarisiert", erklärte Keck.

Die Umbauarbeiten stellte Klaus Stiefler vor. Der ehemalige Kuhstall soll ein "barrierefreier Multifunktionsraum" werden. Ein "Schandfleck" seien die Gärten nördlich der Wassergasse. Er regte einen Mustergarten hinter dem Taubnschusteranwesen an, der als Anreiz und Vorbild dienen soll. Bürgermeister Peter Lehr dankte für die Erläuterungen: "Wir investieren eine Menge Geld in die Bewahrung der Geschichte." Dem Heimatverein bescheinigte er "hervorragende Vorarbeit".
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1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 26.10.2016 | 11:38  
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