Eschenbacher feiern 60-jähriges Jubiläum
Tennisclub immer am Ball

Einem etwas größeren Familienfest glich der Jubiläumsabend des TCE in der Aula der Volksschule. Bilder: do (2)
 
Vorsitzender Reiner Hoffmann hatte sichtlich Spaß bei seiner kleinen Rede über den Tennisclub.

Spiel, Satz und Sieg. Auch ohne Tennisschläger und Ball war beim Tennisclub Eschenbach (TCE) diese Reihung allgegenwärtig. Der Verein zelebrierte am Samstagabend 60-jähriges Jubiläum. In "alter" Frische. Denn auch Eschenbachs Tennis-Asse von einst feierten mit.

Das Spiel, das Vereinsvorsitzender Reiner Hoffmann am Samstag in der Aula der Markus-Gottwald-Schule aufzog, war rasant. Hoffmann schlug ein Ass nach dem anderen. Markante Sätze bestimmten den kurzweiligen Rückblick und schließlich gehörte die gesamte Tennisfamilie an diesem fröhlichen Abend zum Siegerteam.

Aus ganz Süddeutschland waren ehemals örtliche und regional bekannte Tennislegenden angereist, um mit "ihrem Verein" zu jubilieren. Und auch sonst war es ein besonderer Abend. Keine große Festansprache, auch nicht die obligatorischen Ehrungen zu runden Mitgliedsjahren. Der Vorstand um den langjährigen Chef Reiner Hoffmann setzte auf Behaglichkeit getreu der Vereinsphilosophie, das kameradschaftliche Miteinander zu pflegen. Da kamen freilich auch die sportlichen Aspekte nicht zu kurz. Tennissport als positive Freizeit-Gestaltung und Förderung der Jugendarbeit, sie sind im Verein fest verankert. Circa 150 Vereinsmitglieder und ihre Familienangehörigen bestätigten mit dem Besuch des Festes diesen Anspruch.

Zu den besonderen Gästen zählte Hoffmann die Ehrenmitglieder Gerti Langer und Reno Metzler, Ursula Fischer, mit 92 Lenzen das älteste Mitglied, eine starke "Münchner Fraktion", Tennisfreunde aus den Vereinen in Auerbach, Grafenwöhr, Oberbibrach, Pressath, Thurndorf und Hahnbach, Bürgermeister und Schirmherr Peter Lehr, Stadtverbandsvorsitzenden Dieter Kies und die Pilots als unmittelbare Nachbarn des Tennisclubs am Birschling.

Nach einem Gedenken an die verstorbenen TC-Urgesteine Roderich Langer, Manfred Grübel, Roderich Fischer, Johannes Fischer und Waldemar Hupp war der Rückblick des Vorsitzenden auf 60 Jahre Tennisclub Eschenbach kurz und unterhaltsam. Hoffmann machte deutlich, mit welchen Problemen schon "die Idealisten von damals" zu kämpfen hatten. Zu Gründerzeiten sei es nur ein kleiner Kreis gewesen, der sich dem Aufbau eines Vereines mit einer entsprechenden Anlage zum Ziel gesetzt habe. Hoffmann nannte als Pioniere der Anfangszeit Roderich Langer und Waldemar Hupp, ein Doppel mit Sieger-Gen. Im Gründerprotokoll seien die Namen Roderich Langer, Herta Eberl, Alois Wild, Waldemar Hupp, Erich Gerstmann, Otto Beer und Paul Kamm verankert.

Der Vorsitzende schilderte den steten Aufstieg des Vereins, beleuchtete den unbändigen Willen für ein sportliches Zuhause, beginnend vom Tennisplatz am Hotel am See bis zum jetzigen Standort am Birschling und berichtete von den nicht ausbleibenden sportlichen Erfolgen. Boris Becker, Steffi Graf oder Michael Stich vor Augen, sei auch in Eschenbach ein Boom zum Tennissport nicht ausgeblieben. Hoffmann verwies auf die kontinuierlichen alters- oder berufsbedingten Wechsel an der Vereinsspitze. Das Ende der Ära Roderich Langer habe beispielsweise Waldemar Hupp mit der Feststellung zitiert: "Die Alten und Grauen legen die Clubführung in jüngere Hände und beobachten in ständiger innerer Verbundenheit und Mitsorge aus dem ruhigeren Altenstand, wie der gefestigte Club weiterlebt."

Und der TCE sollte weiterleben. Mit dem Schwung der Jungen und den Erfolgen ihrer Vorbilder vor Augen ging der Club besonders bei der Kinder- und Jugendbetreuung neue Wege, schilderte der Tennis-Boss. Internationale Asse, wie Tommy Haas oder Nicola Kiefer hätten den Nachwuchs angespornt. Zudem nannte Hoffmann die Kooperation mit dem bundesligaerfahrenen Verein Postkeller Weiden einen Glücksfall. In seiner Schlussbilanz urteilte Reiner Hoffmann: "Der Verein ist gesund und verfügt über eine gute Infrastruktur." Und auch die gute Jugendarbeit sichere die Zukunft des weißen Sports in Eschenbach. Die TCE-Erfolgsgeschichte werde sich deshalb fortsetzen, versprach der Vorsitzende. Seine Devise lautete: "Spiel, Satz und Sieg - sportlich und gesellschaftlich."

Dieser Überzeugung pflichtete auch Bürgermeister Peter Lehr bei. Der Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung betonte die Geschlossenheit des Vereins und wünschte noch viele "Schmetterbälle". "Möge die US-Open-Siegerin Angelique Kerber den TC Eschenbach zu neuen sportlichen Taten ermuntern", sagte er. Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies unterstrich die Bedeutung der TC-Breitensportarbeit. Kies bescheinigte dem Verein eine tolle Jugendarbeit, die dem Tennissport mehr und mehr den Weg zum Volkssport öffne. Er wünschte schließlich, verbunden mit einem Spendenbrief, einen starken Teamgeist für die kommenden Jahrzehnte. Den Festabend komplettierte danach die Mitteilung von Vorsitzendem Reiner Hoffmann, Spenden zum Jubiläum an die Aktion "Hilfe für Anja" weiterzugeben.

Der Verein ist gesund und verfügt über eine gute Infrastruktur.Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Tennisclubs
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