SC Eschenbach will Lücke schließen
Passender Platz gesucht

Ein Soccerfeld, wie hier in Speinshart, ersetzt den klassischen Bolzplatz. Es wird begrenzt durch eine Rundumbande und erhält einen Kunstrasen. Bild: rn

Vom Spielplatz in den Mehrgenerationenpark? Zwischen den beiden Einrichtungen fehlt etwas. Das soll sich nun ändern.

In der Jahreshauptversammlung des SC Eschenbach (wir berichteten) stellte Thomas Mikolei den Bau eines Soccerfeldes "im Namen vieler Kinder und Jugendlicher" vor. Sein Hinweis, dass die jungen Eschenbacher seit Jahren neidisch auf Nachbarorte sind, in denen derartige Anlagen stets ausgebucht sind, war für die meisten Anwesenden keine Neuigkeit. Mikolei sprach von einer Größenordnung von 20 mal 12 Meter. Er argumentierte, dass eine derartige Anlage einen klassischen Bolzplatz ersetzt, die Integration der Kinder von Asylbewerbern unterstützt, die junge Leute von Betäubungsmitteln abhält und für 10- bis 16-Jährige die Lücke zwischen Kinderspielplatz und Mehrgenerationenpark schließt.

90 Prozent Zuschuss


Vorsitzender Matthias Haberberger erklärte ausdrücklich: "Den Bau einer derartigen Anlage werden wir nur dann angehen, wenn damit keine Darlehen für den SCE verbunden sind." Er stellte Fördermittel von 90 Prozent in den Raum. Je nach Örtlichkeit der Anlage sei mit Aufwendungen zwischen 25 000 und 70 000 Euro zu rechnen. Einstimmig gab die Versammlung dem Verein grünes Licht für das Vorhaben - wenn es der SCE ohne Darlehen schafft .

Geschäftsführender Vorstand Werner Gradl berichtete von elf Vorstands- und Ausschusssitzungen. Weiterhin bewährt habe sich das Mähen der beiden Spielplätze durch den Hausmeisterservice Werner Hubmann. Die Kosten für Dünger und sonstige Pflegemittel bezifferte er mit rund 1600 Euro. Für ihre Arbeitseinsätze dankte er Platzwart Roland Püschl, Martin Neukam und Stefan Koch, den Herren-Mannschaften, der Jugend und den "Alten Herren".

Den Grund für den vermehrten Ölverbrauch (circa 11 000 Liter) sah er in der Vollauslastung von Halle und Sportheim. Dem erhöhten Stromverbrauch schrieb er die gleiche Ursache zu und besänftigte seine Zuhörer: "Die Kosten dafür hielten sich aber auf dem Niveau des Vorjahres, da wir durch abermalige Wechsel der Stromanbieter relativ günstige Preise bekommen haben." Erfreuliche Nachrichten hatte Gradl zu den Photovoltaikanlagen auf den Vereinsgebäuden, die 18 237 kwh-Strom erzeugt hatten: Mit dem Erlös daraus wurde die Darlehensschuld erheblich gemindert. Er kündigte eine Tilgung des Darlehens bis in sechs Jahren an. Seine Ausführungen zur Bandenwerbung verband er mit einem Aufruf an mögliche Werbepartner.

Terminabstimmung online


Neben dem Kassier beklagte auch er die Verbandsabgaben für Fußball, Karate, Judo, Leichtathletik, Tischtennis und Kegeln in Höhe von fast 10 000 Euro als erheblichen Kostenfaktor. Als unverändert bezeichnete Gradl den Stand von knapp 1000 Mitgliedern. Haberberger informierte über einen Online-Kalender für alle Sparten, der der zeitlichen Koordination von Terminen und Veranstaltungen dienen soll. "Es gibt bereits Interessenten", lautete ein erster Hinweis zur Nachfolge von Vereinswirt Bela. Für 16. März kündigte er die erste Ausschusssitzung des neuen Vorstands an.

Vereinsguthaben gewachsenDas Vereinsguthaben hat zugenommen, die Verbindlichkeiten sind zurückgegangen. Auf diesen Nenner brachte Uli Hesl den Kassenbericht. Er räumte ein, dass durch verschiedene Investitionen die Vermögenswerte zugenommen haben.

Bei seiner Zahlenreise prangerte er an, dass 22,45 Prozent des Mitgliedsbeitrags als Verbandsabgabe abzuführen sind und ein Spielerausweis teuerer als ein Reisepass ist. Dem stellte er 6,7 Millionen Euro gegenüber, die beim Deutschen Fußballbund "verschollen" sind. "Übertragen auf die angeschlossenen Vereine beträgt dies jeweils 264,57 Euro", beklagte der Finanzfachmann. (rn)
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