Stadt ehrt Eschenbacher "Sportler des Jahres"
Mit starken Leistungen am Ziel

Die Damenmannschaft des SC Eschenbach und die C-Jugend stellten das stärkste Kontingent bei der Sportlerehrung der Stadt für das Sportjahr 2015. Unser Bild zeigt die Teams mit Bürgermeister Peter Lehr (vorne, Mitte) sowie den Ehrengästen und Übungsleitern. Bild: do

"Großer Bahnhof" für Eschenbachs Sportler: Die Stadt ehrte am Mittwochabend - frei nach Turnvater Jahns Wahlspruch "Frisch, fromm, fröhlich, frei" - die Sportgrößen des Jahres 2015. Zu Ehren kam dabei auch ein Spitzensportler auf WM-Niveau.

Der Sport insgesamt ist die schönste Nebensache der Welt. Diesen Eindruck vermittelte die Ehrung der Eschenbacher "Sportler des Jahres" durch die Stadt. Einer langen Tradition folgend verteilte Bürgermeister Peter Lehr am Mittwochabend im SCE-Sportheim Lob und Anerkennung, und damit verbunden Pokale für bemerkenswerte Leistungen bei Wettkämpfen bis auf internationaler Ebene.

"Wer nicht losläuft, gelangt nie ans Ziel": Diese Aussage des berühmten Philosophen Johann Gottfried Herder übertrug der Rathauschef auf die erfolgreichen Eschenbacher Sportler: Nicht nur gestartet, sondern auch als strahlende Sieger oder mit starken Leistungen seien sie durchs Ziel gelaufen.

Heimat für den Sport


Damit hätten sie eine Vorbildfunktion in Sachen sportliche Betätigung inne und krönten die Breitenarbeit, sagte Lehr. Besonders der SC Eschenbach gewährleiste mit seiner Angebotsvielfalt, einem breiten Feld an Disziplinen sowie einem kompetenten Übungsleiter- und Betreuerteam den Anspruch der Stadt, Heimat für den Sport zu sein. In Anwesenheit seiner Stellvertreter Karl Lorenz und Klaus Lehl, von Ehrenbürger Vinzenz Dachauer, Stadtverbandsvorsitzendem Dieter Kies und SCE-Chef Matthias Haberberger sowie zahlreicher Übungsleiter lobte der Bürgermeister die zu Ehrenden als liebenswerte und anerkannte Sport-Botschafter der Kommune.

"Zum Teil über Landesgrenzen hinweg haben Sie sich nicht nur persönlich, sondern auch Ihren Verein und damit die Stadt in das Licht der Öffentlichkeit gerückt", erklärte er und gratulierte auch im Namen der Bürgermeisterkollegen und des Stadtrats zu den bemerkenswerten Leistungen.

Seine Glückwünsche erweiterte der Rathauschef auf die vielen ehrenamtlichen Kräfte im Hintergrund: Trainern, Übungsleitern, Physiotherapeuten, Masseuren, Platz- und Hallenwarten, Vereinsfunktionären und schließlich den Eltern galten Lob und Anerkennung. Auch eine Vielzahl an Sponsoren blieb nicht unerwähnt. Nach einem anerkennenden Blick auf die nationalen und internationalen Erfolge deutscher Sportler im vergangenen Jahr leitete Peter Lehr rhetorisch auf die Spitzenleistungen der Sportgrößen der Rußweiherstadt über (siehe Kasten).

"Zu großen Erfolgen fähig"


"Stolz und überwältigt" zeigte sich SCE-Vorsitzender Matthias Haberberger in seinem Grußwort angesichts des breiten Leistungsbildes seines Vereins. "Wir sind zu großen Erfolgen fähig", urteilte er und wusste auch den Schlüssel für diese Entwicklung: "Betreuer und Trainer leisten Großes", betonte Haberberger. "Und auch der Stadt gebührt mit der Ehrung Anteil am sportlichen Erfolg." Als Dankeschön zeichnete der SCE-Chef den Bürgermeister und dessen Stellvertreter mit der neuen SCE-Vereinsnadel aus.

Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, beschäftigte sich mit dem "tieferen Sinn" des Sports und urteilte: "Die überaus versöhnliche und wichtige soziale Funktion ist wichtiger als das Siegen." Sport sei schön, aber am schönsten sei er dann, wenn er den Menschen mit oder ohne Pokal Erfüllung gebe. Dies, verbunden mit Leidenschaft, Spaß und Überzeugung, stelle er in der Eschenbacher Sportlerfamilie fest.

Ehrenbürger Vinzenz Dachauer ermunterte zu neuen Spielen, neuen Wettkämpfen und neuen Chancen. Zudem würdigte er die vielen Dienste des SC Eschenbach für die junge Generation. (Weiterer Bericht folgt)

Ein Triathlet und zwei Fußball-MannschaftenZahlenmäßig am stärksten vertreten war bei der Sportlerehrung die Sparte Fußball: Zu Ehren kamen das Damen-Team und die C-Jugend. Bürgermeister Peter Lehr schilderte das dramatische Endspiel der Eschenbacher Fußballerinnen gegen die DJK Ensdorf im Kreispokal mit dem glücklichen und sensationellen Endergebnis von 10:8 nach Elfmeter-Schießen. Die Gratulation galt auch den Betreuern Uli Hesl und Werner Brüchner.

Für den Gewinn der Hallen-Kreismeisterschaft zeichnete Lehr die U 15-Kicker aus. Die C-Jugend um das Betreuerteam Helmut und Christine Held sicherte sich erstmals in ihrer Altersklasse im Finale gegen die JFG Haidenaab Vils den Titel.

Schon zu Beginn des Ehrungsmarathons würdigte der Bürgermeister Triathlet Frank Dietrich. Der Mehrkampfspezialist gehört in der Altersklasse M 50 zu den herausragenden Sportgrößen der Republik. Bereits im Oktober habe Dietrich in Barcelona über die volle Ironman-Distanz seine Extra-Klasse bewiesen, blickte Lehr auf die Leistungen beim Schwimmen über 3,8 Kilometer im Mittelmeer, auf das 180-Kilometer-Radrennen entlang der Costa Brava und den anschließenden Marathon. Die Gesamtplatzierung mit einer Endzeit von 9:42 Stunden bezeichnete der Bürgermeister als "sensationell".

Auf nationaler Ebene sicherte sich Dietrich mit einem dritten Platz über die halbe Ironman-Distanz einen Startplatz bei der Triathlon-Weltmeisterschaft im September 2016 in Australien. Die Ehrung des Eschenbachers musste Lehr jedoch verschieben: Der Spitzensportler befindet sich im Urlaub. (do)
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