1100 Euro von Erstkommunikanten für Kinderpalliativteam
Spende statt Geschenke

Kinderkrankenschwester Karin Borchers (links) nahm im Namen des Kinderpalliativteams Ostbayern die Spende entgegen: 1100 Euro für schwerkranke Kinder überreichten die Erstkommunikanten und ihre Eltern. Bild: rn

An schwerkranke Kinder haben die Erstkommunikanten und auch ihre Eltern anlässlich ihres Festtages gedacht. Sie verzichteten zum Großteil auf Gaben für Gratulanten und nahmen sich vor, den Gegenwert für eine besondere Aktion zu verwenden. Die Überlegungen bei einem Elternabend mündeten in den Beschluss, mit dem Gesamtbetrag von 1100 Euro das Kinderpalliativteam Ostbayern mit Sitz in Amberg zu bedenken.

Nun stand die Spendenübergabe an. Im Pfarrheim stellte Bianka Seemann Eltern und Kindern Karin Borchers, ein Mitglied des Kinderpalliativteams, vor. Die Kinderkrankenschwester bedankte sich für die großzügige Spende und stellte die Arbeit ihres Teams vor, das vor allem zwischen Regensburg und Hof tätig ist.

Aktuell 17 kleine Patienten


Als Aufgabe nannte sie, krebskranken, schwerbehinderten oder genbehindert geborenen Kindern einen möglichst langen Verbleib im familiären Umfeld ermöglichen. Durch die Verabreichung von Medikamenten und Infusionen zu Hause soll erreicht werden, dass die Mädchen und Buben nicht zu lange in Krankenhäusern bleiben müssen. Die Palliativversorgung erfolge in Zusammenarbeit mit Ärzten, einer Psychologin, einer Seelsorgerin und einer Koordinatorin. Ihr Team habe täglich Kontakt mit den Eltern und mache wöchentlich zwei bis drei Hausbesuche bei zur Zeit 17 Patienten. "Wir betreuen und begleiten die Kinder über eine längere Zeit, sind aber auch mit kurzer und sehr intensiver Betreuung konfrontiert", erläuterte Borchers.

Bedarf an Geräten


Auf ihre Frage, wofür die Spende verwendet werden soll - für besondere Geschenke oder für Medizin -, erhielt sie vom überwiegenden Teil der Erstkommunionkinder die Antwort "Medizin". Als dringenden Bedarf zählte sie ein Ultraschallgerät und ein Gerät zur Feststellung des Blutbildes auf. "Die Quartalspauschale der Krankenkassen sieht keine Zuwendungen für Geräte vor", bedauerte die Kinderkrankenschwester abschließend.

Die Eltern nutzten die Spendenübergabe auch zu einem Dank: Dieser galt, verbunden mit einem Präsent, Gemeindereferentin Gabriele Gabriel für "Arbeit, Engagement und auch Nerven" während der Zeit der Vorbereitung der Kinder auf die Erstkommunion.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.