60 Jahre Kleintierzuchtverein Eschenbach
Von Rückschlägen gestärkt

Nach 40 Jahren als Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Eschenbach trat Werner Kennel sen. (links) von seinem Amt zurück. In seine Fußstapfen tritt sein Sohn Werner (rechts). Bild: do

60 Jahre Kleintierzuchtverein Eschenbach: Das bedeutet 60 Jahre Artenschutz, Umweltschutz und Verantwortung für Tiere, mit denen Menschen den Lebensraum teilt. Und es heißt jahrelange Begeisterung für die Arbeit.

Die Züchter feierten ihr Jubiläum am Sonntag bescheiden, aber mit Blick auf die Leistungen der Vergangenheit und das blühende Vereinsleben in der Gegenwart selbstbewusst. Die Kleintierzucht hat im ehemaligen Landkreis Eschenbach eine lange Tradition. Besonders der Eschenbacher Raum entwickelte sich nach der Gründung 1956 zu einer starken Interessengemeinschaft, die 1972 das erste Züchterheim baute. Der Neubau nach der Brandkatastrophe 2011 "beflügelte" weitere Aktivitäten.

Reges Vereinsleben


In Lokalschauen zeigen die Mitglieder ihre Zuchterfolge. Der Gaststättenbetrieb fördert die Geselligkeit und Kameradschaft. Vogelschauen und Taubenmärkte locken regelmäßig Hunderte von Besuchern an.

Als Gründungsmitglieder nennt die Chronik Josef Brunner, Rudolf Dotzauer, Johann Erfurt, Otto Giesel, Michael Kaufmann, Markus Pfab und Otto Seidler. Angeführt von Brunner, entwickelte sich der junge Verein zur Anlaufstelle für Tierfreunde. Eine Bleibe fanden sie 1972 im ersten Züchterheim am Birschlingweg. Hinzu kam bald die Genehmigung für einen ergänzenden Gaststättenbetrieb.

Beständigkeit zeichnete den Verein schon zu dieser Zeit im Führungsbereich aus. 1975 wurde Werner Kennel sen. Vereinschef. Mit ihm begann eine neue Ära: Die Vereinsaktivitäten führten zu einer Mitgliederexplosion. Züchter aus Grafenwöhr, Pressath, Kirchenthumbach und Speinshart zog es zu der Gruppe. Und auch das Kemnather Land fand bei den Eschenbacher Kleintierzüchtern ein Zuhause. "Wir waren Vorreiter für eine Partnerschaft im Vierstädtedreieck", lobte Kennel.

Reich an Erfolg


Es gab aber auch Rückschläge: 2005 war es die Vogelgrippe, die Tierbestände dahinraffte oder eine von den Behörden vorsorglich angeordnete Keulung gesunder Bestände forderte. "Mancher Züchter resignierte damals", weiß der Vorsitzende. Ein weiterer Schlag folgte im Januar 2010. Das Vereinsheim brannte aus. Heute lädt es mit einer großen Halle und einer Gaststätte ein.

Bei örtlichen und überregionalen Ausstellungen glänzen die Züchter. "Der gute Ruf des Eschenbacher Kleintierzuchtvereins wird mit Höchstbewertungen bestätigt", freute sich Kennel jun. Er übernahm vor zwei Jahren die Aufgabe von seinem Vater. Kennel ist auch stolz auf die internationalen Erfolge: Goldmedaillen bei Europaausstellungen und bei deutschen Meisterschaften seien keine Seltenheit.

Außerdem legt der Vorsitzende Wert auf die Jugendarbeit. Kennel jun. und ein Jugendleiterteam fördern 40 Kinder und Jugendliche in der Kleintierzucht. Mittlerweile zählt der Verband 240 Mitglieder. Der Vorstandschaft besteht aus dem Vorsitzenden Werner Kennel jun., dessen Stellvertreter Alexander Sporr, der Schriftführerin Annegret Kennel und dem Schatzmeister Christian Kraus. Sie unterstützen die Abteilungs-, Ausstellungs- und Jugendleiter Josef Dötterl, Florian Götz, Wolfgang und Sandra Dobmeier, Bernhard Müller, Holger und Patrick Kirschsieper und Jürgen Plohmann.

Am Sonntag, 14. August, wollen die Kleintierzüchter ihr Jubiläum mit einem Gartenfest feiern.
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