Abgeordneter besucht Kindergarten
Sprechen über Sprache

Die Gesprächsrunde mit Albert Rupprecht (Vierter von links) endete in einem Gruppenzimmer. Petra Pöpperl stellte den kleinen Nicholas vor, mit dem die Mutter zu Hause tschechisch und der Vater englisch spricht. Im Kindergarten macht er Fortschritte in Deutsch. Bild: rn

"Sie machen einen Superjob." Abgeordneter Albert Rupprecht sparte nicht mit Lob für Sprachförderin Birgit Gradl und Kindergartenleiterin Elvira Brand. Rupprecht war in den Kindergarten gekommen, um sich über die Sprachförderung zu informieren. Seit vier Jahren ist sie fester Bestandteil der Einrichtung.

Über die hausinterne Organisation der Sprachförderung informierte Gradl. Zur Sprachförderung sei die Beziehung zum Kind wichtig. Er dauere ein halbes Jahr, bis Kinder verstehen, bis zum Sprechen vergehe ein weiteres halbes Jahr. Rupprecht bedauerte, dass es wegen des Lehrkräftemangels keine Unterrichtsstunden durch Volksschullehrer für die Integration von Flüchtlingskindern gibt. "Ausschließlich mit eigenem Personal sind derartige Kurse zeitlich nicht umsetzbar", gab Brand zu bedenken.

Nach einer Stunde Gedankenaustausch zeigte sich Rupprecht überzeugt, dass das Bundesprojekt Sprachförderung in Eschenbach "sehr positiv" umgesetzt wird. In Brands Sinne fügte er hinzu: "Es muss nicht alles vorgegeben sein, das Herz muss dabei sein." Rupprecht versprach, seine Erkenntnisse mit nach Berlin zu nehmen. "Wenn das Projekt nicht zu 100 Prozent gefördert würde, würden es viele Kommunen nicht in Anspruch nehmen", zeigte sich Bürgermeister Peter Lehr überzeugt. Das örtliche Kindergartendefizit bezifferte er mit 400 000 Euro. An der Runde beteiligten sich auch Lehrs Stellvertreter Karl Lorenz und Klaus Lehl sowie die Stadträte Dr. Sabine Schultes und Peter Nasser.
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