Abschied von Petra Gradl
Rosen für die Fußball-„Mama“

Die Rußweiherstadt trauert um eine gute Seele. Petra Gradl ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Sie hinterlässt in der Familie und beim Sportclub Eschenbach eine große Lücke.

Beim Trauergottesdienst konnte die Pfarrkirche St. Laurentius die große Zahl der Mitfühlenden nicht aufnehmen, so viele waren gekommen. Das Eingangslied des Chores "Hörst du die Klagen von unsrer Angst und Not" entsprach der Stimmung von Gradls Familie und Freunden. Das Ableben der Ehefrau und Mutter bringe Erschrecken, Fassungslosigkeit und Einsamkeit über die Familie und lasse das Herz verstummen. Pfarrer Thomas Jeschner sah in der Verstorbenen eine selbstbewusste, soziale und gradlinige Frau, die aus ihrem Leben gerissen wurde.

Vor der Aussegnungshalle am Friedhof begleitete eine überaus große Trauergemeinde die Gebete des Priesters. Ein langer Zug folgte der Urne ans Familiengrab. Darunter waren auch Fußballschüler, die mit Rosen ihrer "Mama" das letzte Geleit gaben. Matthias Haberberger war es ein persönliches Anliegen, als Nachbar, Freund und langjähriger Weggefährte an "unsere Petra" letzte Abschiedsworte zu sprechen. Er wollte nicht aufzählen, was sie alles für "ihren Sportclub" getan hat, und sagte nur: "Jeder der hier Anwesenden weiß, was wir an dir gehabt haben." Aus den Worten des SCE-Vorsitzenden war tiefe Verbundenheit zu Gradl zu entnehmen: "Du hattest noch so viel vor, aber am Ende fragt niemand mehr danach. Du wurdest aus dem Leben gerissen, bevor du deine und unsere gemeinsamen Träume, wie den Bau der Soccer-Arena und den Wiederaufstieg der Fußballmannschaft, verwirklichen konntest." Was bleibt seien Fragezeichen und die Frage "Warum so früh?". Der Schmerz sei unermesslich.

Haberberger erinnerte an einen gemeinsamen Urlaub in der Toskana und andere schöne Momente. Was bleibt, seien Erinnerungen, die nie verblassen werden. Der Verstorbenen versicherte er: "Wir alle werden versuchen, ein Stück deiner Träume weiterzuleben. Der Sportclub kann dir nur das einfache Wort 'Danke' sagen." Die Trauerzeremonie endete mit der Titelmusik aus "Sound Track" von Allen Silvestri. Nach dem Abschiednehmen am Grab bedeckte ein Blumenmeer die Ruhestätte der beliebten Petra. Anstelle von Kränzen hatte die Familie um eine Spende für die Fußballjugend des SCE unter dem Kennwort "Petra" gebeten: IBAN DE 18 7535 1960 0000 007195.
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